Pherikon 7.

„Wir jagen aus der Dunkelheit. Wir treffen, ehe sie uns sehen. Wir bleiben, bis nichts mehr lebt. Und wenn wir fallen, jagt das nächste Regiment für uns.“

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Kerndaten

RegimentstypJagdkommando – sucht und tötet benannte Ziele
Munitorum-KennungPH-FUS-07-ROGUE (die letzte Eintragung ist handschriftlich durchgestrichen und mit „APOSTAT" überschrieben)
HeimatweltPherikon (Quarantänewelt)
Tithe-StufeExactis Tertius
Sollstärke4.800 Mann, aufgeteilt in drei Bataillone à 1.600
Ist-Stärke1.247 Mann auf dem Papier; 891 einsatzfähig (Rest: verwundet, krank, mental zusammengebrochen)
LoyalitätsstatusAbtrünnig
HerkunftEigene Erfindung

Die Säulen

Titel Das Licht, das uns verbrennt, ist nicht das Licht der Wahrheit

Text

Die Quarantäneprotokolle von Pherikon werden vom Imperium als Schutz gepredigt — Schutz vor einer Verderbnis, die unter der Erde wächst. Aber die Soldaten dieser Welt wissen es besser: Das Imperium hat uns abgeschnitten nicht, um uns zu schützen, sondern um sich selbst zu schützen. Wir lebten in Dunkelheit, lange bevor wir Soldaten wurden. Dunkelheit ist das einzige Licht, das wir je kannten, das nicht log.

Titel Wir sind die Waffe der Letzten Stunde, nicht die Hoffnung der Ersten

Text

Hunter-Killer-Regimenter werden entsandt, wenn normale Taktik versagt hat. Wir erwarten nicht zu gewinnen, sondern den Feind zu dezimieren und selbst dabei zu sterben. Das ist unser Amt. Das ist unser Honor. Wir sind nicht dazu gemacht, nach Hause zu kommen. Das macht uns ruhig. Das macht uns präzise.

Titel Das Gift in unserem Blut ist älter als das Imperium

Text

Pherikon ist eine Quarantänewelt — nicht weil die Erde dort giftig ist, sondern weil wir es sind. Eine Plage lief durch die Unterstadt vor tausendfünfhundert Jahren. Sie wurde gestoppt, aber nicht besiegt. Sie schläft. Jeder Soldat weiß, dass er sie in sich trägt. Der Kommissar weiß es auch. Das macht ihn nicht grausam zu uns — es macht ihn realistisch. Wenn wir jemals zurückkehren, muss alles, was wir sind, verbrannt werden.

Titel Wir schulden niemandem etwas, weil wir bereits alles gegeben haben

Text

Das Imperium nimmt. Das ist die Natur des Imperiums. Aber wenn es nichts mehr zu nehmen gibt, wenn der Soldat bereits leer ist, dann sind wir frei. Andere Regimenter kämpfen, weil sie müssen. Wir kämpfen, weil Pflicht eine Lüge ist, die keine Macht über uns hat. Das macht uns zu mehr als Soldaten. Das macht uns zu etwas anderes. Vielleicht macht uns das zu dem, das wir jagen.

Aushebung, Heimatwelt & Kultur

Aushebung und Tithe

Die Pherikon 7. wurde nicht aus Gewöhnlichem Tithe erhoben, sondern aus Notwendigkeit. Eine Häretiker-Aufstand auf dem Nachbarplaneten Ashendell hatte sich festgesetzt. Der Planetengouverneur von Pherikon erhielt den Befehl: stellt eine Jagdkompanie. Keine ganze Armee. Eine Spezialeinheit, die trainiert ist, Ziele zu verfolgen, nicht Feldschlachten zu gewinnen. Die Aushebung war nicht freiwillig. Ganze Jahrgänge wurden aus den Unterstadt-Arbeiterkohorten genommen — Männer und Frauen, die bereits an Dunkelheit und enge Räume gewöhnt waren. Sie wurden nicht gelehrt, wie man in Formationen marchiert. Sie wurden gelehrt, wie man tötet, ohne gesehen zu werden. Das machte sie zu besseren Jägern und schlechteren Soldaten im klassischen Sinn. Ein Kommissar, der später bei der Registerung kam, notierte: „Sie nehmen keine Befehle an. Sie nehmen Ziele entgegen." Das war keine Kritik. Es war eine Feststellung. Der Gouverneur sandte sein bestes Material, um die Strafe für mangelnde Disziplin zu vermeiden. Er bekam dafür eine Einheit, die sich später selbst über den Befehl hinwegsetzte.

Was die Heimatwelt verlor

Mit den Fusilieren verschwand eine ganze Generation von Unterstadt-Führern: Schachtmeister, Schleusenwärter, Luftöfen-Techniker. Diese Menschen waren nicht Soldaten, aber sie hielten die Unterstadt zusammen — drei Schichten à vier Stunden, sieben Tage die Woche. Ohne sie verlor die Unterstadt die Fähigkeit, sich selbst zu beatmen. Erste Sicherungen explodierten. Dann Wärmespeicher. Dann starben die ersten Arbeiterkohorten, nicht an der Plage, sondern an Stickstoff-Mangel. Der Tithe forderte Leben; Pherikon zahlte in Lungenvolumen.

Die Heimatwelt

Pherikon ist ein Berg, der von innen nach außen verrottet. Die Oberfläche ist nahezu unbewohnt — eine Einöde aus Vulkangestein und Asche, mit Temperaturen zwischen minus vierzig und plus sechzig Grad, je nachdem, ob die Sonne hinter den Aschewolken hervortritt oder nicht. Niemand lebt dort oben außer Quarantäne-Patrouillen. Das echte Pherikon liegt tausend Meter unter der Erde, in Hohlräumen, die eine präimperiale Zivilisation vor fünfzehntausend Jahren gemeißelt hat. Warum und wofür, weiß niemand mehr. Die Unterstadt wächst in diesen Höhlen wie ein Pilz im Dunkel — mehrstöckige Arbeitersiedlungen, Schachtgruben, Fermentationstanks für die Algenkulturen, die Pherikon ernähren. Die Luft riecht immer nach Schweiß, Pilzen und einem süßlich-metallischen Gift, das niemand benennen kann. Manche sagen, dass es die Plage ist, die in den Steinen sitzt und andauernd ausatmet. Die Bevölkerung ist blass, unterernährt und in einer Art dauerhafter Sorge — nicht Angst, sondern etwas Tieferes, eine Ahnung, die sich niemals bestätigt oder widerlegt, nur immer wieder regt. Die Menschen von Pherikon sind nicht dafür gemacht, unter offenem Himmel zu kämpfen. Sie sind dafür gemacht, in der Nähe von Wänden zu bleiben, Rückzugswege zu sehen, aus Dunkelheit anzugreifen.

Der Nachteil, den sie mitbringen

Die Fusiliere können nicht im Freien kämpfen. Das ist nicht metaphorisch. Bei der Schlacht um die Steilwand von Kastor Tertius — M41.912 — wurden tausend Mann der Pherikon 7. auf offenes Feld befohlen, um eine Stellung gegen eine Ork-Welle zu halten. Sie hielten zwölf Minuten. Nicht weil die Orks überwältigend waren, sondern weil die Soldaten anfingen zu hyperventilieren, zu halluzinieren, ihre Waffen fallen zu lassen. Ein Feldwebel nahm sich das Leben, indem er sich einfach hinlegte und aufhörte zu atmen. Kein psychisches Trauma. Einfach: die Offenheit war schlimmer als der Tod. Der Kommissar exekutierte vierzehn Offiziere für Feigheit. Der Bericht wurde eingereicht. Das Problem wurde nicht gelöst, sondern notiert. Seitdem werden die Verlorenen Jäger nicht mehr auf offene Felder entsandt. Stattdessen werden sie in Bergungen, unterirdischen Komplexen, zerstörten Hive-Türmen eingesetzt — dort, wo das Licht begrenzt und die Wände real sind. Das ist zu ihrer Waffe gemacht worden.

Regimentskultur

Die Verlorenen Jäger schlafen in Schichten — vier Stunden Wachposten, zwei Stunden Schlaf, vier Stunden Bereitschaft. Das ist nicht Munitorum-Standard. Das ist die Lebensweise von Pherikon, übertragen in Lagerdisziplin. Es gibt keinen Paradeschliff, keinen Glanz auf den Gewehren. Die Ausrüstung ist funktional und verschmutzt, mit Zusätzen aus grauem Stoff, um Reflektionen zu vermeiden. Der Marschgesang ist nicht lustig — es ist eher ein rhythmisches Atmen, eine melodielose Wiederholung von Zahlen und Zielnahmen. „Zwei Atemzüge, eins zwei. Drei Meter Spanne, eins zwei. Nacht fällt, eins zwei." Die Soldaten singen ihn, während sie sich bewegen, als wäre Singen Routine wie Atmen. Sie essen Konserven und Energieblöcke, kaum Wasser, und trinken lieber schwarzen, bitteren Kaffee — ein Überbleibsel von Pherikon, wo Koffein das einzige stimulans ist, das die Unterstadt legal herstellt. Es gibt einen Aberglauben: niemals den Namen eines toten Kameraden laut aussprechen, nicht in den ersten sieben Tagen nach dem Tod. Der Grund ist praktisch, nicht religiös. Ein Soldat, dessen Name noch vibriert in der Luft, in den Ohren der Lebenden — der ist nicht wirklich tot. Er ist nur woanders. Wenn man ihn nicht nennt, kann er nicht zurückkommen und einen fragen, warum man weiterleben durfte. Die Toten werden begraben, wenn es Zeit gibt. Wenn es keine Zeit gibt, werden die Leichen in versiegelte Behälter gelegt und mitgenommen, bis es Zeit gibt. Das hat zu einem Problem geführt: das Regiment bewegt sich schwächer als es sollte, weil es die Toten schleipt. Ein Kommissar war kurz davor, einen Befehl zu geben, sie zurückzulassen. Er tat es nicht. Vielleicht weiß er, dass die Verlorenen Jäger unter solchen Bedingungen nicht funktionieren. Vielleicht weiß er, dass sie keine Armee mehr sein würden.

Das Kommissariat

Das Kommissariat hat die Verlorenen Jäger verloren. Der derzeitige Senior-Kommissar, Kommissar Vann, ist kein Exekutor mehr — er ist ein Zeuge. Er sieht, was die Soldaten tun, und er dokumentiert es, aber er berührt sie nicht mehr. Ein jüngerer Kommissar fragte ihn, warum er nicht durchgreife. Vann antwortete: „Weil sie bereits tot sind. Sie wissen es nur noch nicht." Das Regiment fürchtet die Kommissare nicht. Es hat sie akzeptiert wie einen unlösbaren Teil der Landschaft. Ein oder zwei Soldaten versuchen jedes Jahr, einen zu töten. Meistens scheitern sie. Manchmal gelingt es. Der Kommissar wird dann ersetzt, und alles läuft weiter. Das ist ein stillschweigendes Verständnis: Wir existieren. Ihr existiert. Niemand muss glauben, dass das gut ist.

Dienstgrade & Gliederung

Dienstgrade

Dienstgrad Steiger (Grubenführer)

Beschreibung

Munitorum-Rang: Colonel · Anrede: Steiger / Herr

Dienstgrad Feldvogel

Beschreibung

Munitorum-Rang: Major · Anrede: Vogel / Sir

Dienstgrad Schachtmeister

Beschreibung

Munitorum-Rang: Captain · Anrede: Meister

Dienstgrad Spucker (war ein Tier in pherikoner Mythologie, das Giftblut ausspuckte)

Beschreibung

Munitorum-Rang: Lieutenant · Anrede: Spucker

Dienstgrad Hausgott (lokale Schutzgottheit, ironisch gemeint)

Beschreibung

Munitorum-Rang: Sergeant / Feldwebel · Anrede: Gott

Dienstgrad Jäger

Beschreibung

Munitorum-Rang: Trooper / Soldat · Anrede: Jäger / du

Aufbau

Das Regiment sollte fünf Infanterie-Kompanien à 960 Mann haben. Es hat drei. Die erste und zweite Kompanie sind auf je etwa 380 Mann geschmolzen; die dritte, die „Schattenkompanie", ist eine neugebildete Einheit mit 147 Leuten, überwiegend Ersatzkräfte aus Hethrian, einer benachbarten Arbeiter-Welt, die sich mit den pherikoner Soldaten nie wirklich angefreundet haben. Jede Kompanie hat einen Hauptmann und einen Stab von drei Leutnants; Züge sind nicht klar gegliedert — unter Feuer reorganisieren sie sich ad-hoc. Schwere Waffen sind fast keine vorhanden: drei Maschinengewehr-Positionen auf Papier, real zwei funktionsfähige Autokanonen und ein transportabler Raketenwerfer, der dem Regiment vor zwei Jahren von einer Panzer-Abteilung abgegeben wurde und dessen Munition ständig knapp wird.

Teilregimenter

Name Erste Fusiliere (Nordkompanie) — Kommandeur: Hauptmann Thass Korven, silberner Schädel-Anhänger an der Gasmaske, das Erkennungszeichen eines früheren Kommissars, dem er die Augen ausgestochen hat, ohne dafür exekutiert zu werden. Status

Rolle / Anmerkungen

Feldtauglich. Zwei Züge in Reserve wegen Dysenterie-Ausbruch. „Wir sind das Erste, das ankommt. Das macht uns wichtig."

Name Dritte Fusiliere (Stille Kompanie) — Kommandeur: Hauptmann Lera Donth, eine Frau mit verbranntem linken Arm (nicht eine Kriegsverletzung; eine Strafe aus Pherikon für eine Abtreibung, die sie nicht durchgeführt hat). Status

Rolle / Anmerkungen

Einsatzfähig, aber nur in unterirdischen Einsätzen — sie hyperventiliert auf offenem Feld, was sich bei den neuen Hethrian-Rekruten als ansteckend erwiesen hat. „Stille ist nicht Angst. Stille ist Geduld."

Name Schattenkompanie (Hethrian-Einheit) — Kommandeur: Hauptmann Selys Mornn, vierzig Jahre alt, Berufssoldat, der einzige echte Munitorum-Offizier im Regiment, weder von Pherikon noch von Hethrian — von Kadus, einer Welt, auf der er die Hälfte seiner Karriere verbrachte, bevor ein administrativer Fehler ihn hierhin versetzte. Status

Rolle / Anmerkungen

Neu gegründet (M41.914), noch nicht in Verlust-Aktion — das Regiment traut dieser Einheit nicht, und Mornn weiß es und hasst sie dafür. „Ihr seid nicht das Erste, das fällt. Ihr seid das Erste, das ersetzt wird."

Kommandostab

Kommandostab

Name Oberst Vahn Kaross

Titel / Rolle Regimentskommandeur

Beschreibung

Fünfundfünfzig Jahre, lange, sehnige Statur, mit eingefallenen Augen, die aussehen, als würden sie innen leuchten. Trägt unter der Felduniform immer noch das alte Kadettenabzeichen der Pherikon 1., aufgenäht unter die linke Brusttasche, wo die Kommissare es nicht sehen können. Er befahl den Abzug von Kastor Tertius nicht, als die Soldaten auseinanderfallen begannen, sondern befahl ihnen zu kämpfen. Der Kommissar exekutierte vierzehn seiner Offiziere deswegen. Kaross befahl den Rückzug beim fünfzehnten, ohne zu fragen — nicht aus Gnade, sondern aus Kalkül. „Ich wähle spät. Das ist mein Makel. Aber wenn ich wähle, dann ist alles andere already Asche." Er spricht mit leiser Stimme, so leise, dass Soldaten ihre Züge halten müssen, um zuzuhören. Das ist Absicht.

Name Kommissar Vann Gyroth

Titel / Rolle Senior-Kommissar

Beschreibung

Sechzig, silbernes Haar, eine lange Narbe über dem linken Auge. Er kam zur Pherikon 7., um Disziplin durchzusetzen, und er sah schnell, dass es unmöglich war. Seither dokumentiert er alles, was die Soldaten tun, und schreibt lange Berichte an das Kommissariat, die wahrscheinlich nie gelesen werden. Einmal pro Woche inspiziert er eine Kompanie auf Moralprobleme und murmelt dabei nur: „Ich sehe es. Ich sehe alles." Ein Soldat fragte ihn, ob es ihn störe, nichts dagegen zu tun. Vann antwortete: „Das Sehen ist genug. Das Sehen ist alles."

Name Enginseer Vaess Molt

Titel / Rolle Maschinengeist-Betreuer

Beschreibung

Dreißig, mit einer Mechadendrite links am Arm, die aus einer früheren Zuweisung bei der Adeptus Mechanicus stammt. Er wurde der Pherikon 7. zugeteilt, weil ein Verwaltungsfehler es so vorsah, und jetzt kann er nicht weg. Er repariert die Autokanonen mit improvisiertem Werkzeug, und er repariert sie immer wieder, obwohl sie nicht reparabel sind. Ein Hauptmann fragte ihn, warum. Molt antwortete: „Weil sie nächste Woche wieder kaputt sind. Weil es hier kein nächste Woche gibt, nur das Jetzt. Ich repariere für das Jetzt." Das ist wahrscheinlich Wahnsinn. Das ist wahrscheinlich auch das einzige, das funktioniert.

Angehängtes Personal

KategorieAnzahlBemerkung
Kommissare (insgesamt)5Alle unter Vann's Befehl. Vier Juniorkommissare zeigen erste Anzeichen derselben Lähmung wie Vann.
Feldchirurgen / Sanitäter8Unterbesetzt. Keine echten Ärzte. Einige lernen das Handwerk von älteren Sanitätern, andere improvisieren gefährlich.
Enginseer / Techniker3Molt + zwei Techniker-Gehilfen, keine formal ausgebildet. Engpass für Waffenwartung.
Begleitpriester2Der Älteste ist stumm — eine Strafe aus seiner früheren Zuweisung. Er schreibt Gebete auf Papier und verteilt sie.
Schreiber / Feldsekretäre6Dokumentation ist obsessiv hier; fast alle Entscheidungen werden handschriftlich protokolliert, obwohl diese Unterlagen wahrscheinlich verloren gehen.

Das Kommissariat und die Priesterschaft sitzen in getrennten Zelten und sprechen nicht miteinander. Vann glaubt nicht an Gott. Die Priester wissen es und tolerieren es mit einer Art stummer Verachtung. Das schafft eine Spannung im Tagesablauf, die niemand ausspricht.

Die Regimentsstandarte

Die Standarte ist ein schwarzes Tuch, so dunkel, dass es im mittleren Licht nicht reflektiert. Darauf ist in grauer Asche ein Jäger gestickt — eine Figur, die aus einer pherikoner Mythologie stammt, nicht aus imperialem Kanon. Der Jäger hat acht Arme und Augen an Stellen, wo normale Wesen Ohren hätten. Vier Bannersegmente sind unterhalb dieses Symbols aufgenäht, jedes ein Stück vom Tuch einer früheren toten Kompanie, beigenäht als Totenzahl-Merkzeichen. Das fünfte und sechste Segment wurden kürzlich hinzugefügt, für die Toten von Kastor Tertius und dem Fall von Westmark. Die Standarte wurde bei der Schlacht um die Stahlmine von Kethron beinahe verloren — ein Soldat stürzte in einen Spalten hinein und klammerte sich an den Stab. Ein Zugführer sprangen ihm hinterher und zerrte ihn und die Standarte gleichzeitig heraus. Sie überlebten beide. Der Zugführer verlor seinen rechten Fuß. Er kämpft immer noch, auf Krücken, weil der Kommissar einen Rückzug als Feigheit betrachten würde.

Der Makel

Der Makel

Die Pherikon 7. ist eine Renegaten-Einheit im Sinne nicht einer offenen Rebellion, sondern einer schleichenden Untergrabung. Sie weigern sich nicht, Befehle zu befolgen — sie führen sie aus, aber falsch, auf ihre Weise, und mit dem stillschweigenden Wissen, dass sie damit das imperiale Kommando untergraben.

Wie es anfing: M41.911. Der damalige Kommissar Torrens erhielt den Befehl, die Verlorenen Jäger in die Schlacht um Ashendell zu entsenden. Ein Frontalangriff. Offenes Gelände. Das Regiment würde zerfallen. Torrens sagte das. Der Gouverneur sagte, dass Befehl Befehl ist. Torrens sagte, dass er die Exekution von Deserteuren dokumentieren würde, und dass der Bericht sehr lang werden könnte. Das war — im Nachhinein — keine Meuterei. Das war eine administrative Drohung. Die Antwort war nicht ja. Die Antwort war Stille. Torrens wurde drei Tage später ersetzt. Vann kam an. Aber der Schaden war angerichtet: Das Regiment sah, dass es möglich war, die Authorität zu verzögern. Das war die erste Riss.

Wie es sich zeigt: Die Verlorenen Jäger nehmen jetzt Befehle an, und sie führen sie aus — aber mit Verzögerung. Zwei Stunden mehr Aufklärung, als befohlen. Ein anderer Zugansatz. Nicht Befehlsverweigerung, sondern Befehlsverzögerung. Das Kommissariat sieht es. Oberst Kaross sieht es. Aber Papier sagt: Befehl erfüllt. Tatsächlichkeit sagt: zu spät, zu anders, nicht sorgfältig. Die Andere Regimenter berichten das. Ein Kommissar von der 19. Kadaver-Gardisten sagte es in einem Bericht: „Die Pherikon spielen Krieg. Sie entscheiden, was Krieg bedeutet." Das ist wahr.

Im Gefecht: Sie sind Meister. Sie töten effizienter als jedes andere Regiment in diesem Sektor. Aber sie töten nicht, weil der Befehl sagt zu töten. Sie töten, weil Töten eine Handlung ist, die sie verstehen. Ein offener Befehl — „Zerstört den Feindbunker" — wird zu ihrer eigenen Strategie umgeformt. Sie verwenden Flammenwerfer statt Sprengstoff, weil Flammen in engen Räumen besser funktionieren. Das ist sinnvoll. Das ist auch Insubordination, wenn man genau hinschaut.

Was das Regiment selbst sagt: Sie sagen, dass Intelligenz nicht Befehlsverweigerung ist. Sie sagen, dass ein Soldat, der blind folgt, ein schlechter Soldat ist. Sie sagen, dass die Oberen sie zu Jägern machten, nicht zu Soldaten, und Jäger denken. Sie sagen das nicht laut. Aber das Kommissariat hört es.

Was andere Regimenter sagen: Sie sagen, dass die Verlorenen Jäger bereits gefallen sind. Nicht zu Chaos — zu sich selbst. Sie vertrauen dem Imperium nicht mehr, und das Imperium vertraut ihnen nicht mehr, und doch kämpfen sie weiter. Das ist keine loyale Armee. Das ist eine Beleidigung in Uniform.

Ein Fehler des Munitorum

Die Pherikon 7. wurde vor drei Jahren einer Notversorgung unterzogen. Der Transportschiff Begleiter der Liebe lieferte Munition, Rationen und Ausrüstung ab — aber für Temperaturzonen unter zehn Grad Celsius. Pherikon ist ein Berg mit großen Temperaturunterschieden, aber der Durchschnitt ist wärmer. Die Ausrüstung war für eine andere Welt, eine andere Kampagne, eine andere Legion. Sie wurden trotzdem akzeptiert. Die Autokanonen-Munition war laubbaumkalibriert — 19 Millimeter statt 25. Sie passten in die 25-Millimeter-Öffnungen nur mit großer Gewalt. Zwei Kanoniere explodierten, als eine Patrone ausfing. Ein drittes Geschütz wurde dadurch dauerhaft beschädigt. Das wurde rapportiert. Der Bericht wurde eingeordnet. Keine Entschädigung. Keine neuen Geschütze. Nur: „Verwenden Sie mit größerer Vorsicht." Das Regiment verlor zwei Mann wegen eines Computerfehlers. Und das Regiment weiß es. Und das Imperium weiß nicht, dass das Regiment es weiß. Das ist ein Riss. Das ist hundert weitere Risse.

Bekannte Feldzüge

Feldzüge

Name Die Belagerung von Westmark

Erzählung

M41.909–M41.911 | Segmentum Pacificus, südliche Randzone | Ketzerische Kulte der Verderbnis-Sekte | 18 Monate

Die Verderbnis-Sekte hatte sich in den unterirdischen Minenarealen von Westmark festgesetzt und führte rituelle Hinrichtungen durch, um etwas zu beschwören — was, war unklar. Die Astra Militarum stellte eine Kampfgruppe aus fünf Regimentern zusammen. Die Pherikon 7. war das Kern-Jagd-Element. Sie drangen tiefer ein als die anderen, kamen zu dem Gefühl, dass die normalen Taktiken nicht funktionieren würden. Sie begannen, nachts allein zu operieren, ruhig, strategisch. Sie fanden die Kult-Zentrale nicht, aber sie töten die äußeren Zellen, eine nach der anderen. Die Schlacht endete nicht mit einem Sieg, sondern mit dem Rückzug der Sekte in tiefere Ebenen, wo keine Armee ihnen folgen konnte. Strategisch ein Unentschieden. Menschlich ein Desaster: Die Pherikon verloren 680 Mann. Der Rest war psychisch beschädigt — nicht vom Kampf, sondern von der Realisierung, dass der Feind einfach weg konnte.

Verbündete Regimenter: Die Kastor-Grenadiere, die Hethrian-Infanterie (dritte Welle), und die Elysian Drop Troops (Luftunterstützung). Die Kastor-Grenadiere starben zuerst — oben, schnell, ohne nachzudenken. Die Pherikon respektieren sie rückblickend. Die Hethrian-Infanterie blieb länger, aber sie verließen sich darauf, dass die Pherikon ihnen den Weg zeigen würde. Als dieser nicht kam, begannen sie, sich selbst zu orientieren. Hethrian und Pherikon können seitdem nicht miteinander arbeiten. Die Elysian Drop Troops zogen sich aus, als es klar wurde, dass kein Luftsieg möglich war.

Name Die Schlacht von Kastor Tertius

Erzählung

M41.912 | Segmentum Pacificus, mittlere Zone | Ork-Raidtrupp (groß) | 3 Wochen

Ein Ork-Waaagh war aus dem tieferen Sektor heraus gestoßen und überfiel den Planeten Kastor Tertius. Die Pherikon 7. wurden befohlen, die Steilwand zu halten — einen offenen Felskamm, der über die Ebene starrte. Offenes Gelände. Kein Schutz. Das Regiment zerfiel unter dem Stress der Weite. Feldwebel begannen zu halluzinieren. Soldaten vergaßen, wie man schießt. Ein Leutnant nahm sich das Leben, indem er sich hinlegte und aufhörte zu atmen — kein Drama, nur: Aus. Der Kommissar exekutierte vierzehn Offiziere für Feigheit. Der Oberst zog sich ab, ohne Erlaubnis. Das sollte ein Todesurteil sein. Es war stattdessen eine Anmerkung: „Soldaten, die nicht kämpfen können, sind tote Soldaten. Der Oberst erkannte dies früh." Das Regiment verlor 1.200 Mann. Ein anderes Regiment hielt die Position stattdessen und verlor 400. Mathematisch war das Pherikon-Einsatz eine Verschwendung.

Verbündete Regimenter: Die Kastor-Schützen (Überlebende), die Cadianischen Schützen (zwei Kompanien, auf Verstärkung), und der Adeptus Mechanicus Support. Die Schützen halten bis heute der Pherikon-Andenken — Kadianer sind keine Fremden, Sie reden. Die Pherikon erwiderten diesen Respekt. Der Mechanicus-Support war eine Lüge: vier Skitarii-Ranger unter einem Alpha, die vor dem Feind flohen und nie wieder zurückkamen.

Name Der Fall von Ashendell (Durchsetzung der Quärantäne)

Erzählung

M41.914–Gegenwart | Segmentum Pacificus, zentrale Zone | Ketzerische Kulte, Renegaten-Truppen | 5 Monate und noch immer

Die Verderbnis-Sekte von Westmark zog sich nach Ashendell zurück und versuchte, dort einen echten Staat zu gründen. Das Imperium konnte nicht tolerieren, dass eine häretische Macht nur sechs Lichtjahre von der Zentrale entfernt existierte. Die Pherikon 7. wurden ins Unterland geschickt — das unterirdische Netzwerk unter Ashendell, das älter als die Sekte ist. Sie begannen eine Jagd, nicht als Regiment, sondern als Zellen. Sie fanden die Sekte-Zentrale. Sie töteten den Anführer — eine Frau namens Valdris, die zehn Jahre lang geflüstert hatte, dass der Imperator lügt. Die Pherikon töteten sie nicht im offenen Kampf, sondern durch Hinterhalt, nachts, mit Giftklingen. Das war nicht imperial. Das war Jagd.

Seitdem sind sie auf Ashendell, und Ashendell ist auf Lockdown. Niemand geht hinein. Niemand geht heraus. Die Pherikon 7. patrouilliert die Unterstadt und tötet langsam alles, das nicht imperial aussieht. Sie sind gut darin. Sie sind zu gut darin. Der Kommissar hat aufgehört, Exekutionsquoten zu setzen. Der Oberst hat aufgehört, Befehle zu erklären. Sie operieren einfach, in der Dunkelheit, und das Imperium schaut weg.

Bemerkenswerte Veränderung: Eine Merger mit der Hethrian-Infanterie wurde M41.914 erzwungen — zwei Kompanien der Hethrian wurden mit den unterbesetzten Pherikon fusioniert, weil der Munitorum die Zahlen brauchte. Die Hethrianer brachten ihre eigenen Offiziere, ihren eigenen Kodex, ihre eigenen Befehle mit. Die Pherikon ignorierten die meisten davon. Innerhalb von zwei Monaten zerfiel die Hethrian-Kompanie als kohärente Einheit. Einige Soldaten desertierten. Einige starben „bei Unfällen". Einige wurden in die unterirdischen Patrouillen geschickt und kamen nicht zurück. Die Hethrianer hassen die Pherikon jetzt mit einer Intensität, die nicht reparierbar ist. Hauptmann Mornn, der hethrian Offizier der Schattenkompanie, sieht jeden Tag, wie seine Leute einen Krieg verlieren, den es nicht gibt.

Design-Bibel

Farbidentität

Die Uniform der Verlorenen Jäger basiert auf dem dunklen Grau-Grün der Unterstadt-Algenzucht von Pherikon — eine Färbung, die Feuchtigkeit ableitet und in schwachem Licht verschwindet. Im Feld wird dieses Basis-Grau mit schwarzen und dunkelgrauen Fleckenmustern übermalt, nicht als Tarnung im klassischen Sinn, sondern als optische Dämpfung zur Verschleierung von Bewegungen. Das Regiment verbietet saubere Uniformen: Schmutz ist Tarnung, Glanz ist Tod. Auf fünfzig Meter Abstand ist ein Soldat der Pherikon 7. an seiner hohen Gasmaske mit großen Sichtfenstern erkennbar — ein lokales Merkmal, an Pherikon gebunden, niemals nach Munitorum-Standard angefertigt.

Farbrezept – Uniform

Citadel-FarbeSchritt-ArtZweck
Mechanicus Standard GreyBaseBasis-Grau der Felduniform
Nuln OilShadeTiefenschatten in Falten und Nähten
DawnstoneLayerLichter auf Schultern und Ärmelkanten
Administratum GreyEdgeKantenlichter an Schultern und Kragen

Farbrezept – Akzent

Citadel-FarbeSchritt-ArtZweck
Abaddon BlackBaseSchwarze Fleckenmuster über der Uniform
Eshin GreyLayerGraubraune Schattierungen in den Flecken
The FangEdgeScharfe Kanten der schwarzen Muster
Corax WhiteEdgeFeine Kratzer und abgerissene Stellen

Farbrezept – Metall

Citadel-FarbeSchritt-ArtZweck
LeadbelcherBaseStahlgraue Nieten an Rangabzeichen
Nuln OilShadeTiefe in metallischen Rillen
IronbreakerLayerHeller Metallglanz auf Nieten
Runefang SteelEdgeScharfe Kanten der Metallnieten

Heraldik & Abzeichen

Regimentsfarben

ElementHex-CodeNächstliegende Citadel-Farbe
Felduniform Basis#697068Dawnstone
Fleckenmuster#000000Abaddon Black
Sichtfenster der Gasmaske#A77353Balthasar Gold
Rangabzeichen-Metall#969696Leadbelcher
Regimentsstandarte Grund#000000Abaddon Black

Abzeichen

Das Regimentsabzeichen ist ein kleines, eingesticktes Jägerzeichen aus Pherikon in verblasstem Silbergrau, genäht auf den linken Ärmel unterhalb des Ellbogens — eine achtarmige Jägerfigur aus der örtlichen Mythologie, nicht aus dem imperialen Kanon. Rangmarkierungen sitzen auf den Schulterstücken, mit Metallnieten gesichert statt genäht, um sie im Kampf nicht zu verlieren. Kommissare tragen hellgraue Unterscheidungsbänder an den Ärmelkanten. Feldchirurgen sind durch ein rotes Kreuz auf der rechten Brusttasche erkennbar, schmal und unauffällig. Keine imperialen Aquila-Broschen, kein reflektierendes Schmuckwerk — jede Glanzfläche ist eine Zielmarke. Fahrzeuge tragen schwarze Registrierungsnummern (PH-7-AK-01, 02, 03 für Autokanonen; PH-7-MW-AUSTAUSCH für den Raketenwerfer).

Waffen und Ausrüstung

Jeder Soldat trägt ein Lasergewehr und einen Nahkampfspieß. Spezialwaffen sind drei tragbare Flammenwerfer, zwei mobile Autokanonen und ein Raketenwerfer, dessen Munition ständig knapp ist. Drei Dinge sind immer schmutzig, kaputt oder improvisiert: Die Klapptische, auf denen Rationen verteilt werden, zeigen Verfärbungen und Schimmelflecken; die Vox-Kästen piepsen ohne Grund — manche Soldaten sagen, das seien die toten Kommandeure; die Medikamentenkisten der Feldchirurgen sind mit gebrochenen Schlössern an Schnüren zusammengebunden.

Weitere Ansichten

Zeichne den Soldaten von hinten, um die hohe Gasmaske und das Jägerzeichen auf dem linken Ärmel zu zeigen, dazu die Felduniform mit schwarzem Fleckenmuster. Zeichne eine Nahaufnahme des Helmvisiers, bernsteinfarben, mit feinen Kratzern und Kondenswasser auf der Innenseite. Zeichne die Regimentsstandarte: schwarzes Leinen, vollständig undurchsichtig, mit einer silbergrau gestickten achtarmigen Jägerfigur und vier versiegelten Kästchen am Fuß, die die Asche toter Kommandeure enthalten.

Bildprompts

Bildprompts (englisch)

Titel Ein Soldat der Verlorenen Jäger

Prompt-Text

A single Astra Militarum trooper stands facing the camera, chest-deep in volcanic ash, wearing a high pherikoner gas mask with amber viewplates catching dim light. His flak armour is dark grey-green base with black fractal patterns overlaid. CHAPTER EMBLEM, identical in every image: a stylised eight-armed hunter figure in faded silver stitching on his left sleeve, below the elbow, with no aquila or imperial icons visible. His right hand holds a lasgun at low ready. Storm clouds gather behind him, and volcanic dust swirls at ground level. His posture is coiled, not at ease.

Titel Ein Trupp im Einsatz

Prompt-Text

Five Astra Militarum soldiers move in loose formation through shadowed underground chambers, walls of black basalt flanking them. Each wears the high pherikoner gas mask; their uniforms are dark grey-green with black mottled overpaint. Lasguns are raised, moving. One soldier carries a portable vox-caster; another cradles a heavy bolter. CHAPTER EMBLEM, identical in every image: a stylised eight-armed hunter figure in faded silver stitching on the left sleeve of each soldier, below the elbow, no imperial insignia visible. Red emergency-strip lighting runs along the ceiling. The squad moves without sound, a visual of absolute concentration.

Titel Das Regiment im Marsch

Prompt-Text

Two hundred Astra Militarum soldiers move through barren volcanic terrain, a long line stretching into ashen mist. Each wears the high pherikoner gas mask; uniforms are dark grey-green with black overpaint in fractal patterns. The regimental standard walks third in the column — a black linen banner with a silver-stitched hunter figure, iron staff unpainted, no aquila or ornament. Behind the standard walks Oberst Kaross, visible by the faded green cloak draped over his shoulders. CHAPTER EMBLEM, identical in every image: a stylised eight-armed hunter figure in faded silver stitching on the left sleeve of each visible soldier, below the elbow, no aquila visible anywhere. The terrain is lifeless. The column moves without singing.