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1. KERNDATEN

Militarum RegimentumKharzaan-Straflegion
Offizielle BezeichnungKharzaan 214.
Gebräuchlicher NameDie Grabbrecher
Ursprung des NamensErkämpft bei der Erstürmung der Nekropole von Vrastikon, nicht ererbt.
HeimatweltKharzaan (Strafwelt, Ultima Segmentum)
RegimentstypSchwere Aufklärung, fahrzeuggebunden, fähig, sich notfalls selbst freizukämpfen
AufstellungM39.2
Tithe-StufeRegulär bei Gründung, seit M40.1 angehoben (Kriegsgebiet in Reichweite)
Sollstärke (Aufstellung)3.200
Ist-Stärke740
Schlachtruf„Verurteilt, nicht besiegt!"
Munitorum-KennungAKR-KHZ.214/SCHW-M39

Die Zahl 214 ist hoch, weil Kharzaan beständig neue Regimenter abgibt: Jede Verurteilten-Kohorte, die die Quote erfüllt, erhält eine neue Ordnungszahl, gleich wie viele Vorgänger unter dem Namen Kharzaan schon dienten oder starben. Die 214. ist damit kein ehrwürdiger Traditionsverband, sondern ein junger Posten in einer langen, ungebrochenen Rechnung.

Formal wurde die 214. bereits dreimal für vernichtet erklärt und aus neuen Verurteilten wieder aufgestellt – zuletzt nach Vrastikon. Das Munitorum behält die Zahl bei, wie es bei der Vintor 823. nach neun Vernichtungen ebenso gehandhabt wird: Ehre haftet an der Ziffer, nicht an den Männern. Die heutigen Gardisten tragen Feldzugsnamen wie Ostrahl oder Vrastikon auf dem Ärmel, die sie nie erlebt haben, und die meisten hassen das eher, als dass es sie stolz macht – fremder Ruhm, den man abarbeiten muss wie eine fremde Schuld.

2. DIE VIER SÄULEN

Regiments-Merksatz

„Wir kommen zuerst, wir weichen nie, wir brauchen niemanden, und was wir aufbrechen, bezahlen wir mit dem letzten Tropfen Blut."

Die Säulen

Die Ersten. Die 214. betritt jedes Schlachtfeld vor jedem anderen Regiment – keine Auszeichnung, sondern Zweck: Verurteilte wecken Nekronengräber lieber als richtige Soldaten. Das Regiment weiß das und hat daraus einen Stolz gemacht, den ein anständiger Mensch nicht empfinden dürfte. Wer zuerst stirbt, hat wenigstens etwas bewiesen, sagt man sich. Man nennt es Ehre, weil das Wort Opfer zu sehr wehtut, um es laut auszusprechen.

Niemand ergibt sich. Gefangennahme bedeutet für diese Männer und Frauen nur die Rückkehr zu dem Urteil, das ihr Dienst aufgeschoben hat. Ergebung ist kein Ausweg, sondern die Hinrichtung, die man sich erspart hatte. Also hält man Stellungen, die kein Soldat mit einer Zukunft halten würde, bis die Waffe leer ist und danach mit den Zähnen. Die Kommissare müssen selten daran erinnern; die Verurteilten erinnern sich selbst.

Wir brauchen niemanden. Nachschub kommt spät oder nie – dafür sorgt schon die Schlange wichtigerer Regimenter davor. Aus den Abbauhalden Kharzaans stammt die Gewohnheit, jede Maschine zu flicken, jede Patrone zu strecken, jeden Kameraden auszuschlachten, der sie ohnehin nicht mehr braucht. Wer glaubt, das Regiment lebe von Vorräten, hat es nie hungern und trotzdem weiterfahren sehen.

Die Schuld wird bezahlt. Jede Tür, jedes Nekronentor, jeder Bunkerriegel, den die Sturmschilde aufbrechen, ist eine abbezahlte Rate. Das Regiment denkt in Schulden, nicht in Siegen, weil Schuld das einzige Wort ist, das ihm die Heimatwelt beigebracht hat und das hier noch Sinn ergibt. Niemand rechnet damit, die Summe je zu begleichen. Man rechnet nur, wie viel weniger man heute Abend noch schuldet.

3. AUSHEBUNG UND TITHE

Kharzaans reguläre Tithe bestand ursprünglich aus einem Zehntel der jährlich verhängten Todesurteile – wer zum Tode verurteilt war, durfte stattdessen in der Straflegion dienen. Das änderte sich, als in M40 ein Kriegsgebiet gegen die Nekropolen des Sektors in Reichweite geriet: Der Planetengouverneur muss seither weit mehr Köpfe liefern, als es eigentlich Kapitalverbrechen gibt, und lässt Gerichte großzügiger urteilen – ein gestohlener Brotlaib genügt inzwischen. Die so Verurteilten sind schlechter ausgebildet, wütender und jünger als frühere Kohorten. Liefert der Gouverneur zu wenige, zu schlecht bewaffnete oder genetisch unreine Rekruten, gilt das als Kapitalverbrechen an ihm selbst; er schickt also, aus Selbsterhalt, jeden Entbehrlichen, gleich ob dessen Schuld die Höchststrafe je verdient hätte.

Was die Heimatwelt verlor

Kharzaans Minen wurden einst von „Hörern" geleitet, Bergleuten, die allein am Klang des Gesteins erkannten, welcher Stollen einstürzen würde – eine Fähigkeit, die sich nur über Jahrzehnte im Stollen erwerben ließ, nicht lehren. Die Männer und Frauen, die sie besaßen, waren überproportional oft genau jene verurteilten Unruhestifter, die die erhöhte Tithe zuerst forderte. Mit der zweiten großen Aushebung nach M40 starb das Hören fast vollständig aus; die Weltverwaltung zählt heute jährlich mehr Stolleneinstürze als in den zweihundert Jahren zuvor zusammen und hat darauf keine Antwort außer neuen Verurteilten.

4. HEIMATWELT

Kharzaan ist eine Aschewelt aus offenen Tagebauten und Grubenstädten, deren Himmel ständig von Verbrennungsschwaden verdunkelt ist; echte Sonne sehen nur die Wärter in ihren Hochtürmen. Die Bevölkerung gliedert sich in Wärterfamilien, die seit Generationen die Lager verwalten, und die stetige Masse importierter Verurteilter von hundert anderen Welten, die Erz brechen und ausrangierte Kriegsmaschinen für den Sektor verwerten. Aus dieser Verwertungsarbeit stammt die praktische Fahrzeugkunde, die die 214. auszeichnet: Wer ein Jahrzehnt havarierte Panzer in der Schrottgrube zerlegt hat, repariert im Feld auch einen Salamander-Späher mit dem, was gerade zur Hand ist. Disziplin ist auf Kharzaan keine Tugend, sondern die einzige Alternative zur Grubenpeitsche, und das Regiment bringt diese Art Gehorsam mit – nicht aus Überzeugung, sondern aus lebenslanger Gewöhnung an Strafe als einzige verlässliche Konstante.

Der Nachteil, den sie mitbringen

Auf Kharzaan ist Gnade ein Werkzeug der Wärter, kein Gefühl: Ein falscher Gnadenerlass, gefolgt von der Hinrichtung derer, die ihm glaubten, gehört zum Standardrepertoire der Lageraufsicht. Die Verurteilten lernen, jeden Befehl zu misstrauen, der nach Erleichterung klingt. Bei Vrastikon kostete das die 214. fast die gesamte Vorhut: Kettenherr Voss' echter Rückzugsbefehl wurde von zwei Zügen unter Feldwebel Karnass für eine Falle gehalten, die Stellung entgegen dem Befehl gehalten, bis die Nekropole erwachte und beide Züge unter sich begrub. Kommissarin Rasp bestätigte in ihrem Feldbericht später, es sei keine Disziplinarstrafe angeordnet worden, weil, wie sie schrieb, „dieses Regiment aus gutem Grund gelernt hat, seinen Offizieren nicht zu glauben."

5. REGIMENTSKULTUR

Der Drill der 214. ist kurz und roh: Waffenwartung, Fahrzeugbergung, Riegeltraining mit dem Sturmschild, wiederholt bis die Bewegungen keinen Gedanken mehr brauchen. Der Marschgesang stammt aus den Stollen, ein monotoner Zähl-Chant, der ursprünglich das Tempo der Hackenschläge vorgab und heute das Aufsitzen auf die Fahrzeuge taktet; er wurde nie ins Hochgotisch übersetzt, weil niemand außer den Verurteilten ihn verstehen soll. Ein Aberglaube, den kein Offizier mehr zu unterbinden versucht: Vor dem Aufsitzen klopft jeder Gardist dreimal auf den Rumpf, angeblich um schlafende Dinge nicht zu wecken – seit Vrastikon hält das niemand mehr für bloßen Aberglauben. Die Transportdecks riechen nach Öl, Ascheschweiß und dem süßlichen Rost geflickter Panzerplatten. Die Alkoholration wird selten getrunken, meist gegen Ersatzteile oder Wachablösungen eingetauscht. Ist Zeit, begräbt man die Toten unter Schrotthaufen mit einer eigenen Kettenmarke; fehlt sie, nimmt man nur die Erkennungsmarke und lässt den Rest der Ascheerde.

Das Kommissariat

Drohende Hinrichtung verliert an Schrecken, wenn der Tod ohnehin das ursprüngliche Urteil war; die 214. fürchtet ihre Kommissare deshalb weniger, als das Munitorum erwartet. Man hat sich arrangiert: Kommissarin Ilyana Rasp exekutiert konsequent nur Fahnenflucht und Feigheit, ignoriert kleinere Verstöße, und im Gegenzug wiederholt sich nicht, was ihrem Vorgänger nach Ostrahl zustieß – er starb offiziell durch Xenosfeuer, inoffiziell kennt jeder Zug eine andere Version. Niemand ermittelt mehr nach.

Dienstgrade

Munitorum-RangLokale BezeichnungAnredeform
GeneralGrubenherr„Grubenherr"
OberstKettenherr„Kettenherr"
HauptmannRiegelführer„Riegelführer"
LeutnantSchachtälteste(r)„Älteste(r)"
FeldwebelVorarbeiter„Vorarbeiter"
GardistVerurteilterNummer, nicht Name

6. GLIEDERUNG UND EINZELREGIMENTER

Aufbau

Die 214. war bei Aufstellung in sechs Aufklärungskompanien gegliedert, jede unter einem Riegelführer mit Kommandotrupp über drei Schwadronen zu je drei gepanzerten Salamander-Spähern – 27 Fahrzeuge pro Kompanie, dazu ein angehängter Sturmtrupp von zehn Gardisten je Fahrzeug für den Riegeleinsatz zu Fuß. Nach Vrastikon und zwei früheren Vernichtungen sind noch vier Kompanien übrig, keine auf voller Fahrzeugstärke; die vierte fährt mehrheitlich Wracks, aus zwei havarierten Spähern zu je einem fahrtüchtigen Fahrzeug verschmolzen. Formal führen die Munitorum-Listen weiterhin sechs Kompanien – eine Diskrepanz, die niemand korrigiert hat, seit die 214. einmal fälschlich als vernichtet geführt wurde.

Die einzelnen Regimenter

Kharzaan 214. „Die Grabbrecher" — Schwere Aufklärung. Kommandeur: Kettenherr Aldrik Voss, eine alte Klingennarbe presst seine Stimme zum Flüstern. Status: aktiv an der Ultima-Front, auf gut ein Fünftel der Sollstärke reduziert.

Kharzaan 77. „Die Stummen" — Sturminfanterie. Kommandeur: Riegelführer Yannick Sorr, taub auf dem linken Ohr seit einer Sprengfalle. Status: bildet derzeit die fremden Ersatzkontingente der 214. aus, bevor diese Kharzaan überhaupt gesehen haben.

Kharzaan 402. „Die Nachzahlung" — Sturmpioniere. Zuvor Kharzaan 158., bei Vrastikon fast ausgelöscht; die neue, von der Strafwelt Gethsen Minor verschiffte Kohorte übernahm mit der Zahl auch das verkohlte Bannerfragment und die unbeglichene Zählschuld der Toten. Kommandeurin: Riegelführerin Dessa Korr, rechter Arm vollständig augmetisch.

7. KOMMANDOSTAB

Kettenherr Aldrik Voss kommandierte einst ein angesehenes Infanterieregiment, bevor ihn ein Bestechungsskandal zur Straflegion degradierte; diese Bitterkeit hat er nie verwunden und lässt sie an jedem aus, der ihn daran erinnert. Hager, mit der erwähnten Kehlkopfnarbe, trägt er die Bolterpistole seines Vorgängers, den er nie kennengelernt hat, als einziges persönliches Stück. Vor Vrastikon strich er einem ganzen Zug die letzte Munitionslieferung, weil dessen Feldwebel ihn „Herr Oberst" statt „Kettenherr" genannt hatte; der Zug ging kurz darauf mit leeren Magazinen in die erste Welle. Voss erwähnt das nie.

Ihr seid schon tot. Ich brauche euch nur noch nützlich.

Kettenherr Aldrik Voss

Kommissarin Ilyana Rasp trägt die Uniform blitzsauber trotz der Asche, eine Gewohnheit, die die Verurteilten als Drohung lesen, nicht als Eitelkeit. Ihr Mantel ist mit Namensmarken jener gesäumt, die sie persönlich erschossen hat – nicht viele, sagt sie, aber genug, damit man zählt. Nach Ostrahl übernahm sie das Kommando über die Kommissare, ohne dass je erklärt wurde, was mit ihrem Vorgänger geschah. Sie erschießt Fahnenflüchtige ohne Zögern und übersieht geflickte Disziplinverstöße, solange die Fahrzeuge fahren.

Ich bin nicht hier, um euch zu retten. Ich bin hier, damit ihr wenigstens ordentlich sterbt.

Kommissarin Ilyana Rasp

Enginseer Tobrin Kess-9 kam mit der zweiten Aufstellung zur 214. und spricht mit den Gardisten kaum mehr, als der Ritus verlangt; sein rechtes Auge wurde vor Jahrzehnten gegen eine Kognitorlinse getauscht, die ihn Fahrzeugschäden „riechen" lässt, wie er es nennt. Sein Servogeschirr trägt geborgene Nekron-Legierungsplatten, die er heimlich in die Panzerung der Salamander-Späher einarbeitet, entgegen jeder Mechanicus-Vorschrift. Als ein sterbender Gardist um ein Ersatzteil für sein eigenes Augmetikbein bat, verweigerte Kess-9 es zugunsten eines Fahrzeugmotors; der Mann starb, das Fahrzeug fuhr weiter. Kess-9 hält das für die richtige Entscheidung.

Das Fleisch verurteilt. Der Motor nicht.

Enginseer Tobrin Kess-9

Angehängtes Personal

EinheitAnzahl
Kommissare (unter 1 Oberkommissarin)6
Ogryn-Trupp1
Prediger der Ecclesiarchie9
Psioniker der Scholastica Psykana1
Techadepten des Adeptus Mechanicus4

Diese Stäbe unterstehen keinem Riegelführer. Am sichtbarsten reibt es sich bei Kess-9s Adepten, die havarierte Fahrzeuge grundsätzlich vor verwundeten Gardisten versorgen – eine Rangfolge, die das Regiment erträgt, aber nie akzeptiert hat.

Die Regimentsstandarte

Die Standarte der 214. ist keine Ordensfahne, sondern eine Kette aus den ursprünglichen Fesseln der ersten Kohorte, behängt mit Metallmarken, in die die Nummern der Gefallenen gestanzt sind, montiert auf einer Stange aus geborgenem Nekron-Metall von Vrastikon. Eingebrannt sind die Feldzugsnamen Ostrahl und Vrastikon, keine Sprüche. Bei Vrastikon wurde der Fahnenträger, an die Kette gekettet wie es Brauch ist, für tot zurückgelassen; er schleppte sie drei Tage durch die Asche zur Sammelstelle, mit zerschmetterten Beinen, und starb, kaum dass er sie abgeliefert hatte.

8. DER MAKEL

Der Makel der 214. ist keine Charakterschwäche, sondern ihre Existenzgrundlage: Jeder Gardist trägt eine Akte, die ihn zum Tode verurteilt, und andere Regimenter wissen das. Nach der gemeinsamen Unterbringung mit dem Voidsreach 5. Sturmregiment bei Ostrahl verschwanden binnen einer Nacht drei Ausrüstungswagen und ein Feldwebel; Hauptmann Ferrin Dals Bericht empfahl daraufhin, die 214. künftig nie näher als zweihundert Schritt an andere Regimenter zu lagern und ihre Waffen vor und nach jedem Gefecht einzuschließen. Diese Regelung gilt bis heute. Im Alltag zeigt sich das in leeren Pufferzonen um ihr Lager und doppelten Wachposten, die nicht dem Feind gelten. Im Gefecht zeigt es sich darin, dass Nachbarregimenter der 214. selten Feuerunterstützung ohne ausdrücklichen Befehl gewähren – man will nicht, dass „die Verurteilten" zu nahe herankommen. Das Regiment selbst erzählt sich, der Diebstahl bei Ostrahl sei erfunden gewesen, ein Vorwand, sie loszuwerden; wer das zugibt, tut es nur untereinander. Andere Regimenter nennen sie schlicht „die Ratten von Kharzaan" – nie in ihrer Gegenwart.

Ein Fehler des Munitorum

Nach Vrastikon meldete das Munitorum die 214. formal als vernichtet, bevor die versprengten Überlebenden – abgeschnitten durch das Störfeld der erwachenden Nekropole – überhaupt Funkkontakt herstellen konnten. Die Streichung aus der Nachschubliste wurde erst neunzehn Monate später korrigiert, als ein Versorgungskonvoi zufällig auf Reste der vierten Kompanie stieß. In dieser Zeit hielt sich das Regiment ausschließlich durch Plünderung, Fahrzeugverwertung und knappe Restbestände am Leben; einundneunzig der ursprünglich vierhundertachtzig Überlebenden starben in diesen Monaten an Unterversorgung, nicht an Feindeinwirkung. Der zuständige Schreiber im Administratum wurde nie identifiziert.

9. FELDZÜGE

Feldzug von Ostrahl (M39.4–M39.7) — gegen die Waaagh Grimznik

Kurz nach Aufstellung wurde die 214. zusammen mit dem Cadmar 12. Panzergrenadierregiment und dem Voidsreach 5. Sturmregiment gegen die Waaagh Grimznik entsandt, die drei Minenwelten überrannt hatte. Die Grabbrecher – damals noch ohne diesen Namen – dienten als schnelle Aufklärung und hielten Straßen offen, während die Panzergrenadiere die Front hielten. Der Feldzug endete nach drei Jahren im Patt: Die Waaagh zerfiel eher an eigener Zügellosigkeit als an imperialer Feuerkraft. Der Kampfverband wurde vorschriftsgemäß aufgelöst; Voidsreach 5. wurde in einen anderen Sektor verlegt, und die 214. sah weder sie noch das Cadmar-Regiment je wieder. Von 3.200 Mann bei Aufstellung blieben 2.100.

Vrastikon (M40.6–M40.8) — gegen die erwachende Nekropole

Die 214. wurde als Vorhut neben dem Schwesterregiment Kharzaan 158. und dem Bastion-Karn 3. Grenadierregiment auf Vrastikon abgesetzt, um gemeldete Nekronenaktivität zu bestätigen – de facto, um die Verteidigung der Nekropole auszulösen, bevor reguläre Regimenter anrückten. Als die Gräber erwachten, befahl das Oberkommando, die einzige Rückzugsbrücke samt den eigenen, nicht mehr transportfähigen Verwundeten zu sprengen; Kettenherr Voss gehorchte, weil Widerspruch ihn den letzten Rest seines Ranges gekostet hätte. Das Regiment führt die Namen dieser Verwundeten bis heute ungetrennt von den Gefallenen auf seiner Standarte. Bastion-Karn 3. hielt derweil eine Deckungsstellung ohne Überlebende und ermöglichte so den Rückzug der Reste der 214. – eine Schuld, die nie beglichen wird: Bastion-Karn 3. wurde danach in den Screthon-Sektor verlegt und existiert laut Munitorum nicht mehr. Von 2.600 Mann überlebten 480; Kharzaan 158. hörte praktisch auf zu existieren.

Die Schlacke-Kampagne (M41.7–M41.9) — gegen zweite Nekropolenaktivität bei Skarrhollow

Nach Jahren des Wiederaufbaus mit Ersatzgardisten von der fremden Strafwelt Gethsen Minor, die weder den Kettenherrn noch die Nummernanrede kannten, wurde die 214. neben dem Skarrhollow-Milizkontingent und einer Streitmacht des Adeptus Mechanicus von Kel-Doran gegen eine zweite Nekropole eingesetzt. Die fremden Rekruten, anfangs von den Kharzaan-Veteranen gemieden, bewährten sich, als sie unter Beschuss einen havarierten Späher im Alleingang bargen. Der Feldzug endete ohne Entscheidung – die Nekropole versiegelte sich wieder, bevor sie zerstört werden konnte. Von 920 Mann zu Feldzugsbeginn blieben 740, die aktuelle Ist-Stärke des Regiments.

10. DESIGN-BIBEL

  • Uniform: Aschgrauer Waffenrock über Flakrüstung, gefärbt mit Schlackepigment aus den Kharzaan-Minen; im Feld mit geschweißten Nekron-Legierungsflicken und Kettenresten der ursprünglichen Fesseln ergänzt.
  • Kopfbedeckung/Silhouette: Gasschutzhaube mit vergitterten Augenschlitzen und Atemfilter, dazu die Kette über der Schulter – auf fünfzig Meter das eindeutige Erkennungsmerkmal.
  • Abzeichen: gebrochenes Kettenglied auf dem linken Oberarm, gestanzte Nummer statt Name auf der Brustplatte, keine Rangsterne, nur Kettenglieder pro Dienstjahr.
  • Fahrzeugmarkierungen: Warnstreifen an den Schürzen, übermalte fremde Vorbesitzer-Nummern, an den Rumpf geschweißte Zähl-Ketten für jeden verlorenen Kameraden.
  • Standarte: Kette aus Original-Fesseln mit gestanzten Nummernmarken, montiert auf einer Stange aus Nekron-Metall von Vrastikon.
  • Immer schmutzig/improvisiert: geflickte Atemfilter, unpassende Augmetikglieder verschiedener Herkunft, verbeulte, geschweißte Schildränder.
  • Farbpalette: Aschgrau (Grundton), Rostrot (Abzeichen, Warnmarkierungen), Kettenschwarz (Leder, Ketten), Knochenweiß (Zählmarken, Stempel), Nekron-Grün (geborgene Trophäenplatten, sparsam).

HINWEIS: Dieses Regiments-Dossier wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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