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Wappen — 52. Karsvaller Schützenregiment
Wappen — 52. Karsvaller Schützenregiment

1. KERNDATEN

Militarum Regimentum52. Karsvaller Schützenregiment
Offizielle Bezeichnung52. Karsvaller Schützenregiment
RufnameDie Brückenhalter
Herkunft des NamensErworben am Südkopf der Alten Brücke, ab Frontbefehl Nr. 77 vom 12.01.963
HeimatweltKarsvall
RegimentstypLinieninfanterie
Gründungca. 884.M41
Tithe-StufeRegelmäßiger Zehnt, Stufe Hoch
Sollstärke1.500 Mann
Ist-Stärke0 Mann
Schlachtruf„Dann halten wir sie. Weil sie steht.“
Munitorum-KennungKV-52/44.AK/HALBRETH

Die hohe Ordnungszahl zeigt, dass Karsvall zu den Welten gehört, die dem Astra Militarum regelmäßig und in großer Zahl Regimenter stellt: Zweiundfünfzig ist keine ehrwürdige alte Nummer, sondern eine laufende, eine von vielen aus demselben Zehnt-Jahrgang. Das 52. Karsvaller wurde nicht wiedergegründet. Es wurde am 07.03.963 auf der Eisenbrücke als Verband ausgelöscht, und am 08.03.963 um 03:11 Uhr übernahm niemand mehr die Stellung, der dem Regiment noch angehört hätte. Es gibt keine neue Aushebung, die den Namen fortführt, keine Überlebenden, die die Fahne weiterreichen könnten. Was von ihm bleibt, ist die Eintragung in den Akten des 44. Armeekorps und die Nummer, die im Munitorum nun als erloschen geführt wird, nicht als fortbestehend.

Regiments-Merksatz

Vier Abschnitte, ein Soll, kein Weg zurück. Wir zählen, wir halten, wir stehen, bis null.

Die Säulen

Die Zahl ist heilig. Karsvaller glauben, dass eine Stellung erst dann verloren ist, wenn die Liste es sagt, nicht wenn der Feind es sagt. Wer zählt, wer meldet, wer die Spalte führt, verteidigt mit, auch ohne Gewehr in der Hand.

Man geht nicht, solange einer steht. Die Doktrin der Unbeugsamen verlangt, dass ein Abschnitt erst dann aufgegeben wird, wenn kein Mann mehr darin steht, der ihn halten könnte, und das Regiment hat diesen Satz wörtlich genommen, bis in den letzten Februar und März seines Bestehens.

Befehl ist Befehl, auch der falsche. Das Regiment gehorcht Zahlen aus der Korpsintendantur, die es nie gesehen hat, Umklassifizierungen, die auf einem Missverständnis beruhen, Frontbefehlen, die eine Brücke heiligsprechen, die kein Mensch mehr braucht. Das ist unbequem zu lesen, aber es ist, was den Karsvallern Gehorsam bedeutet: nicht Zustimmung, sondern Ausführung.

Kälte macht hart, nicht grausam. Auf Karsvall überlebt, wer Entbehrung erträgt, ohne sie weiterzugeben. Das Regiment pflegt diesen Grundsatz auch dort, wo andere Verbände unter Mangel grausam werden, und ist stolz darauf, dass es seine eigenen Verwundeten nie zurückgelassen hat, solange es noch ging.

2. AUSHEBUNG UND TITHE

Das 52. Karsvaller wurde im regulären Zehnt ausgehoben, nicht als Noteinberufung: Karsvall liefert dem Astra Militarum seit Generationen Regimenter nach einem festen Schlüssel, und die Zweiundfünfzig ist eine von vielen Nummern aus diesem Schlüssel. Die Auswahl folgt der Schachtbelegschaft: Wer unter Tage arbeitet, ist an Dunkelheit, Enge und Disziplin unter Zwang gewöhnt, und die Musterungskommissionen bevorzugen Männer und Frauen aus den tieferen Sohlen, weil sie Befehle unter schlechter Sicht und knapper Luft schon kennen. Für den Planetengouverneur ist jede Aushebung eine Pflichtübung mit Todesfolge bei Versagen: Zu wenige Köpfe, mangelhafte Ausrüstung oder eine Rate ungeeigneter Rekruten gelten als Kapitalverbrechen. Karsvalls Gouverneur schickt deshalb aus Eigennutz, nicht aus Fürsorge, überdurchschnittlich kampftaugliche Schächter, und das 52. Karsvaller galt bei der Musterung als eines der besseren Jahrgänge.

Was die Heimatwelt verlor

Die Sohle Elf des Hauptschachtes von Kersgrad verlor mit dem 52. fast eine ganze Sprenggruppe: Männer, die das Sprengverfahren für brüchiges Gestein in dritter Generation beherrschten, mündlich weitergegeben, nie verschriftlicht. Die Technik verlangt vierzig Hände für einen einzigen koordinierten Abschlag; heute reichen die verbliebenen Sprenger nur noch für kleinere Flöze, und zwei Stollen stehen seit der Aushebung verlassen, weil niemand das Verfahren mehr sicher beherrscht.

3. HEIMATWELT

Karsvall ist eine Bergbauwelt unter ständigem Frost: Oberflächentemperaturen, die selten über den Gefrierpunkt steigen, Stürme aus Eisstaub, die die wenigen offenen Wege tagelang sperren, und eine Bevölkerung, die fast ausschließlich unter Tage lebt und arbeitet. Die Städte sind Schachtsysteme, keine Siedlungen im herkömmlichen Sinn: Wohnröhren, Werkhallen und Kapellen liegen alle unter der Frostgrenze, verbunden durch Förderschächte und schmale Stollen. Karsvaller kennen Kälte als Normalzustand und Dunkelheit als Arbeitsbedingung, nicht als Bedrohung, und diese Gewöhnung macht sie zu zähen, geduldigen Infanteristen, die lange Wachen in schlechtem Wetter ohne Klage durchstehen. Die Gesellschaft ist streng hierarchisch nach Schachttiefe geordnet, und wer tief arbeitet, gilt als härter und verlässlicher als wer an der Oberfläche bleibt, eine Rangordnung, die sich im Regiment in der Auswahl der Unteroffiziere widerspiegelt.

Der Nachteil, den sie mitbringen

Karsvaller sind unter offenem Himmel und auf weiten, ebenen Flächen schlecht orientiert: Sie messen Entfernungen instinktiv in Stollenlängen und Schachttiefen, nicht in freier Sicht, und verlieren bei flachem Gelände ohne Deckenbegrenzung leicht das Gefühl für Distanz. Beim Übergang vom Furtgraben an den Marrach auf das offene Furtvorfeld meldeten mehrere Spähtrupps der Vorgängerkompanien des Regiments Entfernungen, die um mehr als dreißig vom Hundert von den später durch Richtkreis bestätigten Werten abwichen, ein Umstand, den die Kompanieführer in ihren Tagesberichten festhielten und der die eigene Feuerleitung in der Anfangsphase wiederholt zu kurz schießen ließ.

4. REGIMENTSKULTUR

Der Drill des 52. Karsvaller betont Ausdauer vor Schnelligkeit: lange Wachen, wenig Ablösung, Strafexerzieren nicht mit Laufübungen, sondern mit Stehen in Kälte, eine Strafe, die den Schächtern vertraut vorkommt. Der Marschgesang, den die Kompanien auf dem Weg zu den Gräben summen, handelt von einer Sohle, die tiefer geht, als jede Lampe reicht, und endet jedes Mal mit derselben Zeile, dass man unten ankommt, auch wenn das Licht ausgeht. Die Offiziere haben aufgegeben, den Soldaten zu verbieten, vor einer Wache dreimal auf den Lauf des Lasergewehrs zu klopfen, ein Brauch gegen das Erblinden der Lampe, den jede Ausbildung für Unsinn erklärt und den jeder Soldat trotzdem tut. Die Transportdecks und Unterstände riechen nach nassem Wollstoff, Maschinenöl und abgestandenem Rübeneintopf, und das Geräusch, das am längsten bleibt, ist das Tropfen von Kondenswasser auf Blech. Den Schnapsanteil der Verpflegung trinkt kaum einer sofort: Er wird gehortet und am Ende eines Fensters gemeinsam geteilt, nach einer festen Reihenfolge, die der dienstälteste Unteroffizier bestimmt. Gefallene werden, wenn Zeit bleibt, mit dem Gesicht nach Osten begraben, zur aufgehenden Sonne, die auf Karsvall niemand je gesehen hat; wenn keine Zeit bleibt, wird nur der Name in das Verlustbuch eingetragen und die Erkennungsmarke gesammelt.

Das Kommissariat

Das Regiment hat sich mit seinen Kommissaren arrangiert, weil die Doktrin der Unbeugsamen und die Praxis des Kommissariats einander selten widersprechen: Beide verlangen, dass eine Stellung gehalten wird. Die Hinrichtung des Gefreiten Wittkopf vom 23. Karsvaller Linienregiment im März 962 wurde im Regiment nicht als Willkür, sondern als Bestätigung einer Ordnung verstanden, der man ohnehin folgt. Man fürchtet die Kommissare nicht übermäßig, man nutzt ihre Anwesenheit, um Nachbarregimentern zu zeigen, dass man selbst nichts zu verbergen hat.

Dienstgrade

Munitorum-RangLokale BezeichnungAnredeform
GeneralSchachtherrSchachtherr
OberstSohlmeisterMeister
MajorStreckenführerFührer
HauptmannStollenhauptmannHauptmann
LeutnantFördermeisterMeister
UnteroffizierTeuferTeufer

5. GLIEDERUNG UND EINZELREGIMENTER

Aufbau

Das 52. Karsvaller war nach Soll in zehn Kompanien zu je rund 150 Mann gegliedert, jede unter einem Hauptmann mit Stabstrupp, aufgeteilt in vier Züge zu etwa 35 bis 40 Mann unter je einem Leutnant, dazu ein bis zwei Spezialtrupps für schwere Waffen je Kompanie. Am 19.01.963 war von dieser Gliederung nur noch ein Torso übrig: 417 Mann im Feld plus 48 aus dem Lazarett, zusammen 465 Mann oder 31,0 vom Hundert des Solls, was rechnerisch noch gut drei vollständigen Kompanien entsprach, tatsächlich aber auf alle zehn Kompanienrahmen verteilt war, sodass keine einzige Kompanie mehr ihre volle Zuggliederung aufwies. Am 06.02.963 teilte sich der Bestand von 438 Mann auf zwei Besatzungen auf, 290 an der Alten Brücke und 148 an der Eisenbrücke, eine Aufteilung, die keiner Kompaniegrenze mehr folgte, sondern allein der Postenstärke der beiden Brücken.

Die einzelnen Regimenter

12. Tessmarker Linienregiment, Linieninfanterie, Soll 1.800, wie das 52. in der Ablösungsgruppe A. Es hält in der ersten Fassung der Ablösungsordnung die Abschnitte N5 bis N8 mit dem Furtgraben und ist an der Regimentsnaht N4/N5 der nächste Nachbar des 52.

17. Rhauviker Linienregiment, Linieninfanterie, Soll 1.800, ebenfalls Gruppe A; es hält die Abschnitte N9 bis N12 bis zum Hochufer.

23. Karsvaller Linienregiment, Linieninfanterie, Soll 1.800, wie das 52. von Karsvall, aber Gruppe C; es hält in seinen Fenstern die Abschnitte N5 bis N8.

3. Karsvaller Ogryn-Kohorte, Soll 520 (480 Ogryn, 40 Aufseher), steht außerhalb der Ablösungsgruppen; ihre Trupps tragen seit dem 06.02.963 täglich die Verpflegung zu den Brücken.

6. KOMMANDOSTAB

Der Major. Namenlos in allen erhaltenen Unterlagen, ein Mann aus den tiefen Sohlen von Kersgrad, breitschultrig, mit grauem, kurzgeschorenem Haar und einer Haut, die von Kälte und Staub ledrig geworden ist. Er trägt eine alte Grubenlampe am Koppel, nicht als Zierde, sondern weil sie noch funktioniert, wenn die Munitorum-Ausrüstung versagt. Als Frontbefehl Nr. 77 am 12.01.963 eintraf und dem Regiment die Alte Brücke zur Haltung zuwies, obwohl die Sprengung längst vorbereitet gewesen war, fragte ihn kein Offizier, warum eine Brücke ohne militärischen Wert gehalten werden solle; er sagte den Satz, der seither im Regiment wie eine Losung weitergegeben wird.

Dann halten wir sie. Weil sie steht.

Der Major, 52. Karsvaller Schützenregiment

Die Wechselaufsicht. Beim Wechsel am 08.03.963 um 03:11 Uhr zeichnet Kommissarin Tilda Lamprecht vom Korpskommissariat als Wechselaufsicht das Übernahmeprotokoll gegen: Stellung von den Gefallenen übernommen.

Angehängtes Personal

EinheitStärkeUnterstellung
Kommissare1 RegimentskommissarKorps-Kommissariat
Ogryn-Trupps2Korpsintendantur, Tragdienst Brücken
Feldprediger der Ekklesiarchie1Ekklesiarchie
Sanitätspersonal23Regimentsstab

Die Ogryn tragen seit dem 06.02.963 täglich die Verpflegung zu beiden Brücken, ein Dienst, den das Regiment selbst nicht mehr leisten kann; die Reibung zeigt sich darin, dass der Major den Ogryn-Trupps keine Befehle erteilen darf, sondern nur Bitten über die Korpsintendantur weiterleiten kann.

Die Regimentsstandarte

Die Standarte ist ein schweres, dunkles Tuch mit einer eingestickten Grubenlampe über gekreuzten Spitzhacken, dazu die Nummer 52 in grauem Garn. Sie trägt die Gefechtsbezeichnung Kerrmund 962 und seit dem 22.01.963 einen handgenähten Zusatzstreifen mit den Worten „Alte Brücke, Eisenbrücke“. Bei der Umgliederung in eine ortsfeste Besatzung geriet die Standarte beinahe in den überfluteten Graben, als der tragende Unteroffizier auf den Bohlen ausrutschte; sie wurde von zwei Soldaten der Dritten Kompanie geborgen, die dabei beide nasse Füße und keinen weiteren Schaden davontrugen.

7. FELDZÜGE

Linie am Marrach, 962.M41, Kerrmund-Abschnitt N1 bis N4, Gegner: Sternenreich der T'au, Dauer: 02.02.962 bis 19.10.962. Das Regiment lief als erster Zug der Abgelösten am 02.02.962 ein und übernahm nach der Ordnung der Verbandsablösung einen ruhigen, aber nie sicheren Abschnitt, mit regelmäßigen Spähstößen und Artillerieschlägen bei Nacht. Am 18.05.962 löste es das 64. Rhauviker Schützenregiment an der Regimentsnaht N4/N5 ab, an der Seite des 12. Tessmarker Linienregiments. Das Korps verlor im ersten Fenster 41 Mann.

Sielbrücke, 962.M41, Oktober, Gegner: Sternenreich der T'au, Dauer: ab 20.10.962. Das Regiment übernahm den Zähldienst an der Sielbrücke. Am 27.10. gingen 1.900 Mann nach Norden, am 28.10. kehrten 310 zurück, Zahlen, die das Regiment ohne Kommentar in seine Meldungen aufnahm, weil ihm die Vorgänge nördlich der Brücke nicht mitgeteilt wurden. Seither blieb eine stille Schuld: Das 52. hatte den Zähldienst übernommen und nie erfahren, wessen Zahlen es da führte.

Alte Brücke und Eisenbrücke, 963.M41, Kerrmund-Südkopf, Gegner: Sternenreich der T'au, Dauer: 12.01.963 bis 07.03.963. Nach Frontbefehl Nr. 77 hielt das Regiment, verstärkt durch die 4. Kompanie des 12. Tessmarker Linienregiments, den Südkopf der Alten Brücke, deren Sprengung ausgesetzt worden war. Am 20.01.963 wurde das Regiment wegen seiner gesunkenen Stärke aus der Ablösungsgruppe A herausgenommen und als ortsfest geführt, ein Verwaltungsakt, der aus einer Meldung „unter einem Drittel“ entstand und vom Sektor als dauerhafte Bindung an die Brücken gelesen wurde. Der Stabsbefehl vom 22.01.963 machte daraus endgültig die Besatzung beider Brücken. Am 07.03.963 fiel das Regiment als Verband auf der Eisenbrücke, 412 Mann, keiner kehrte zurück; am folgenden Tag um 03:11 Uhr wurde die Stellung von den Gefallenen übernommen, der Bestand im Protokoll war 0. Die 4. Kompanie des 12. Tessmarker, die dem Regiment bis zuletzt zugeteilt blieb, verlor dabei zwanzig Mann; ihre Überlebenden gingen über die Brücke zurück.

8. DER MAKEL

Die Unterzahl des 52. Karsvaller ist keine Erfindung der Statistik, sondern das Ergebnis einer Reihe von Verwaltungsentscheidungen, die das Regiment nie korrigieren konnte. Nach der Meldung vom 19.01.963, 417 Mann plus 48 aus dem Lazarett, insgesamt 465 oder 31,0 vom Hundert des Solls, nahm die Korpsintendantur das Regiment am 20.01.963 aus der Gruppe A und führte es als ortsfest. Oberintendant Aldermann zeichnete den entsprechenden Vorgang gegen, ohne dass ein Ersatzkontingent angefordert wurde, denn eine ortsfeste Einheit erhielt nach der Ordnung keinen regulären Ablösungsersatz. Im Alltag zeigt sich das darin, dass jede Kompanie faktisch aus Resten mehrerer ehemaliger Kompanien besteht und kein Zugführer mehr seine eigenen Leute von Anfang an kennt. Im Gefecht zeigt es sich darin, dass ein einzelner Postenausfall sofort die gesamte Postenstärke eines Abschnitts unter die Vorschriftsgrenze drückt. Das Regiment selbst erklärt sich die Unterzahl mit seiner eigenen Standhaftigkeit, man sei zu zäh gewesen, um rechtzeitig aufgerieben und ersetzt zu werden, eine Lesart, die den Verwaltungsfehler in eine Tugend verwandelt. Andere Regimenter des Korps sprechen hinter vorgehaltener Hand vom „Drittel-Regiment“ und meiden es als Nachbarn, weil seine Postenstärke nie den Vorschriften entspricht und es daher stets ungewöhnliche Vereinbarungen über Abschnittsgrenzen verlangt.

Ein Fehler des Munitorum

Die Meldung vom 19.01.963 sollte lediglich ausdrücken, dass das Regiment unter einem Drittel seines Solls gesunken war und dringend Ersatz benötigte. Der Sektor las daraus jedoch „außerhalb der Gruppen, ortsfest“ und schloss das Regiment damit dauerhaft vom regulären Ablösungsumlauf aus. Der Stabsbefehl vom 22.01.963 bestätigte diese Lesart, indem er das Regiment formell zur Brückenbesatzung erklärte. Die Konsequenz war, dass ein Regiment mit 465 Mann dieselbe Frontlänge halten musste wie zuvor ein Verband mit 1.500, ohne Aussicht auf Ablösung, bis zum vollständigen Verlust von 412 Mann am 07.03.963.

9. DESIGN-BIBEL

Farbidentität

Die Grundfarbe ist ein dunkles, kaltes Grau, gewonnen aus einem auf Karsvall verbreiteten Schieferfarbstoff, der auch die Grubenkleidung der Zivilbevölkerung färbt. Im Feld wird der Mantelsaum häufig mit hellerem Lehm oder Kalk bestrichen, gegen die Vorschrift, um in Schnee und Nebel weniger aufzufallen. Auf fünfzig Meter erkennbar ist die Grubenlampe als Abzeichen auf der linken Schulter, ein kleiner runder Messingkörper, der im Gelände oft das einzige glänzende Stück am ganzen Soldaten ist.

Farbrezepte

Uniform

Citadel-FarbeTypZweck
Eshin GreyBaseGrundton Mantel und Hose
Nuln OilShadeVertiefung der Falten
DawnstoneLayerAufhellung der Kanten
White ScarEdgeAbnutzungsspitzlicht

Akzent

Citadel-FarbeTypZweck
Rhinox HideBaseLederriemen und Koppel
Agrax EarthshadeShadeSchmutz und Nässeeffekt
Baneblade BrownLayerVerschlissene Taschen
Ushabti BoneEdgeKalkspuren am Saum

Metall

Citadel-FarbeTypZweck
LeadbelcherBaseWaffen und Lampenkörper
Nuln OilShadeLauf und Rahmen
IronbreakerLayerMetallkanten
Runefang SteelEdgeSpitzlicht Bajonett

Regimentsfarben

ElementHexNächste Citadel-Farbe
Mantel#4A4D52Eshin Grey
Lederzeug#5C4A32Rhinox Hide
Abzeichen Messing#8C7320Leadbelcher (gealtert)
Saumkalk#C9C2A8Ushabti Bone
Standarte Grund#2B2A28Nuln Oil

Abzeichen

Das Regimentsabzeichen zeigt eine Grubenlampe über gekreuzten Spitzhacken, getragen auf der linken Schulter und am Helm über der Stirnmitte gestempelt. Dienstgrade werden durch kleine Metallstreifen am linken Oberarm angezeigt, von einem Streifen für den Teufer bis vier für den Sohlmeister. Das Regiment führt keine Fahrzeuge in eigenem Bestand.

Waffen und Ausrüstung

Standardbewaffnung ist das Lasergewehr mit vier Ladungseinheiten, dazu Flakrüstung über gepolsterter Felduniform. Spezialwaffen umfassen Flammenwerfer und schwere Bolter in den Zugwaffentrupps. Stets abgenutzt sind die Stiefelsohlen gegen die ständige Nässe der Grabenböden, die Rebreather-Filter gegen Staub aus den Schächten der Heimatwelt und die Spaten, von denen kaum einer noch einen vollständigen Stiel besitzt.

Weitere Ansichten

Von hinten zeigt der Mantel einen quer verlaufenden Tragriemen für den Spaten und eine aufgenähte Nummernklappe. Eine Detailansicht des Helms zeigt den gestempelten Lampen-Spitzhacken-Aufdruck über verwittertem Stahl. Die Standarte zeigt die gestickte Grubenlampe über gekreuzten Spitzhacken mit dem handgenähten Zusatzstreifen „Alte Brücke, Eisenbrücke“.

10. EINE SZENE

Die Verpflegungsliste für die Eisenbrücke lag seit drei Tagen auf demselben Stapel, und der Schreiber der Korpsintendantur hatte sie dreimal umsortiert, weil sie nicht zu den anderen passen wollte.

Es waren vierzehn Positionen: Brot, Rübenkonserven, Trockenfleisch in Rationen zu je 148 Köpfen, denn das war die Stärke der Brückenbesatzung nach der letzten Meldung. Er hatte die Zahl selbst eingetragen, am 06.02.963, aus dem Fernschreiben der dritten Kammer, 148 an der Eisenbrücke, 290 an der Alten Brücke, zusammen 438. Er kannte die Rechnung auswendig, wie er alle Zahlen auswendig kannte, die durch seine Hände gingen.

Am Morgen des 8. März kam ein neues Blatt. Es trug keine Unterschrift eines Offiziers, nur den Stempel der Meldestelle am Marrach, und es bestand aus einer einzigen Zeile.

Bestand 52. Karsvaller Schützenregiment, Eisenbrücke: 0.

Er saß eine Weile, ohne etwas zu tun. Dann nahm er die Verpflegungsliste vom Stapel und strich die Positionen für die Eisenbrücke, eine nach der anderen, mit einem einzigen Querstrich pro Zeile, wie es die Vorschrift für erledigte Posten verlangte. Vierzehn Striche. Er zählte sie, weil er alles zählte.

Die Ogryn, die seit Wochen die Kübel zu den Brücken getragen hatten, standen draußen vor der Schreibstube und warteten auf den Tagesauftrag. Er musste hinausgehen und ihnen sagen, dass nur noch eine Brücke zu versorgen war. Er tat es mit der kürzesten Formulierung, die er finden konnte, weil er wusste, dass eine lange Erklärung nichts änderte.

Später, an seinem Pult, zog er die Mappe mit der Kennung KV-52/44.AK/HALBRETH aus dem Fach, in dem sie seit Monaten gelegen hatte, und sah die letzte Eintragung durch. Stärke 06.03.963: 412. Es war die Zahl, mit der das Regiment in die Eisenbrücke gegangen war, zwei Tage zuvor, in sein letztes Gefecht als Verband. Er hatte diese Zahl selbst geprüft, Spalte für Spalte, wie er es bei jeder Zahl tat, die ihm vorgelegt wurde, und sie hatte gestimmt.

Er schlug die Mappe nicht zu. Er saß und sah auf die beiden Zahlen, 412 und 0, die nebeneinander auf zwei verschiedenen Blättern standen und doch dieselbe Sache waren, und er dachte daran, dass eine Rechnung, die aufgeht, normalerweise ein gutes Gefühl gab. Diese ging auf. Er schrieb den Vermerk, den die Ordnung für solche Fälle vorsah, in die Spalte für den Regimentsstatus: erloschen, kein Ersatz vorgesehen.

Dann legte er die Mappe ins unterste Fach, zu den anderen, die dort schon lagen, mehr, als er in seinem ersten Jahr an Bord für möglich gehalten hätte, und er bemerkte, nicht zum ersten Mal, dass das unterste Fach inzwischen voller war als alle anderen zusammen.

Er nahm das nächste Blatt vom Stapel. Es gehörte zu einem anderen Regiment, mit einer anderen Nummer, und es wartete auf dieselbe Sorgfalt.

HINWEIS: Dieses Regiments-Dossier wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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