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1. KERNDATEN
| Militarum Regimentum | 1. Askerholder Stadtpanzerregiment |
| Offizielle Bezeichnung | 1. Askerholder Stadtpanzerregiment |
| Rufname | Die Städte |
| Herkunft des Namens | Überliefert: Jede der zwölf Gründerstädte stiftete einen eigenen Stadtpanzer, und das Regiment wurde nie als Einheit, sondern immer als Versammlung von Städten gedacht. |
| Heimatwelt | Askerhold (zerstört 701.M41) |
| Regimentstyp | Superschwere Panzertruppe (ein Stadtpanzer der Baneblade-Klasse je Stadt, dazu Leman Russ in Vierteln, Zunft und Tross) |
| Gründung | ca. 410.M41, als Regeltithe von zwölf Stadtstaaten (zwölf Stadtpanzer bei der Aufstellung) |
| Tithe-Stufe | Hoch: jede Stadt stellte ihr teuerstes Fahrzeug und ihre waffenfähige Bevölkerung |
| Sollstärke | 1.953 Soldaten der neun Städte, 951.M41 (603 Besatzungen, 1.350 Zunft) |
| Ist-Stärke | 1.180 Soldaten und 2.024 im Tross, 955.M41 (951.M41: 1.713 Soldaten und 2.100 im Tross) |
| Schlachtruf | „Die Städte stehen.“ – „Noch.“ |
| Munitorum-Kennung | ASK/STP-01 |
Die niedrige Ordnungszahl „1.“ ist hier kein Zeichen ungebrochener Tradition, sondern schlichte Zählung: Askerhold stellte bei der Aufnahme ins Imperium nur dieses eine Regiment, und das Munitorum gab ihm die erste Nummer dieser Welt. Seit 701.M41 ist die Welt von den Listen gestrichen, das Regiment aber nicht, weil es zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs war und als „bestehend, Heimatwelt verloren“ weitergeführt wurde. Das Regiment ist seither nicht neu aufgestellt, sondern fortlaufend verkleinert worden: von zwölf Städten auf neun vor 951.M41, dann auf sechs. Jede Stadt, die fällt, nimmt ihre eigene Geschichte mit, und die Übrigen erben nichts als die Pflicht, den Namen am Abend auszusprechen und ruhen zu lassen.
Regiments-Merksatz
Die Stadt fährt, die Stadt lehrt, die Stadt begräbt, die Stadt steht wieder auf.
Die Säulen
Die Stadt ist das Haus. Der Stadtpanzer ist keine Waffe, die man dem Volk gibt, sondern das Haus, in dem das Volk wohnt, lehrt und Rat hält. Wer seinen Stadtpanzer verliert, verliert nicht Material, sondern eine Adresse. Dieser Glaube hält die Zunft näher an der Wanne als jede Kampfdisziplin es täte, und er macht jeden Rathausverlust zu einem Trauerfall, nie zu einer Statistik.
Niemand kommt von außen hinein. Artikel eins ist unbequem, weil er Rettern dasselbe Misstrauen entgegenbringt wie Fremden: Wer nicht aus einer Stadt stammt, bleibt Fremder bis zum Ratsbeschluss, selbst ein verbranntes Kind, das im Tross unter der Glocke gefunden wurde. Die Städte verteidigen diese Härte mit ihrer Erfahrung: Der Artikel gilt seit 252 Jahren, und es gibt sie noch.
Wer fällt, wird ausgesprochen, nicht vergessen. Die tägliche Verlesung hält die gefallenen Städte im Mund der Lebenden, aber sie verlangt auch Disziplin: Niemand nennt den Namen vor dem Morgenschlag, so sehr er brennt. Das ist Trost und Zwang zugleich, denn es zwingt eine Trauer in einen festen Takt, egal wie frisch die Wunde ist.
Eine Stadt besteht, solange ihre Glocke hängt. Der zwölfte Artikel ist das Versprechen, dass Ende nicht gleich Vergessen ist: Solange jemand den Morgenschlag führt, lebt der Name weiter. Karstein hat gezeigt, dass der Satz dehnbar ist, bis an die Grenze dessen, was ein Gesetz noch tragen kann, und die Städte wissen nicht sicher, ob sie ihn gedehnt oder gebrochen haben.
2. AUSHEBUNG UND TITHE
Das 1. Askerholder Stadtpanzerregiment entstand aus dem regulären Zehnt, nicht aus einer Noteinberufung: Askerhold war eine zivilisierte Welt aus zwölf Stadtstaaten, und jede Stadt entrichtete ihren Anteil in Form des schwersten Fahrzeugs, das sie finanzieren konnte, bemannt mit den eigenen Bürgern. Die Aushebung folgte der erblichen Dienstpflicht: Wer in einer Stadt geboren wurde, diente ihr, die Kinder übernahmen die Plätze der Eltern, und der Tross sorgt bis heute für Nachwuchs. Ein Planetengouverneur, der bei einer solchen Tithe zu wenige, zu schlecht ausgebildete oder genetisch unreine Soldaten lieferte, beging ein Kapitalverbrechen, weshalb Askerholds zwölf Stadtregierungen von jeher die eigenen besten Leute entsandten, nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Angst vor der eigenen Vernichtung. Seit dem Verlust der Heimatwelt ist diese Logik gegenstandslos: Es gibt keinen Gouverneur mehr, der haftet, und keine Tithe mehr, die fällig würde. Was blieb, ist die Gewohnheit der Auslese, fortgeführt an einem Tross, der keine Obrigkeit mehr hat außer dem eigenen Rat.
Was die Heimatwelt verlor
Mit Askerhold gingen zwölf Städte verloren, von denen nur der Strich in den Listen des Munitoriums blieb: kein Grund, keine Verweisnummer, nur ein Stempel, den jemand vor zweihundertfünfzig Jahren gezogen hat. Was der Tross von der Welt bewahrt, sind Erinnerungen: die Hochebenen und Salzseen, das Kraut an den Ufern, der Herbstwind, und die Karten, die die Kinder jede Woche von Askerhold zeichnen, keine wie die andere, weil es keine richtige Karte mehr gibt.
3. HEIMATWELT
Askerhold war eine zivilisierte Welt gemäßigten Klimas, geprägt von Hochebenen und Salzseen, die die zwölf Stadtstaaten voneinander trennten. Jede Stadt war politisch und militärisch für sich verantwortlich, mit eigenem Rat, eigener Zunft und eigenem Fahrzeugpark, und die zwölf Städte bildeten gemeinsam einen losen Bund, der sich nur im Rat der Städte traf. Diese Struktur erzeugte Menschen, die es gewohnt waren, in geschlossenen Gemeinschaften zu leben, zu arbeiten und sich zu verteidigen, und die keinen Unterschied kannten zwischen Zuhause und Truppe; erst im Regiment wurde das Fahrzeug zur Stadt. Daraus erwuchs eine Bevölkerung, die Schule, Werkstatt, Küche und Krankenstube als Teil des Gefechtsverbands betrachtete und die in Rathaus und Ratsstube ebenso zuhause war wie im Kampfraum. Diese Welt stellte keine Elitesoldaten, sondern eine komplette, bewaffnete Zivilgesellschaft, mit Schulbank, Ofen und Ratstisch, die erst im Regiment lernte, all das mitzuführen.
Der Nachteil, den sie mitbringen
Die Städte kennen keine Trennung zwischen Kämpfern und Angehörigen, und das bedeutet, dass der Verlust eines Rathauses immer auch Küche, Schule und Krankenstube trifft. Auf Svartholm 952.M41 brannte das Rathaus von Brendeck, nachdem ein Schiff es gerammt hatte; als der Tross durch die Heckluke ausstieg, klemmte die Luke, und 31 aus dem Tross fielen mit dem Rathaus. Bürgermeisterin Ebba Haldimann ließ die Glocke retten, statt die Luke weiter aufzubrechen.
4. REGIMENTSKULTUR
Drill bei den Städten bedeutet weniger Parademarsch als eingeübtes Zusammenspiel von Zunft, Viertel und Rathaus: Die Zunft deckt die Fahrzeuge, die Viertel brechen auf, das Rathaus ist Treffpunkt. Das wird nicht gebrüllt, sondern beim Umzug täglich geübt. Zwischen den Rümpfen hängen Wäscheleinen, und die Küche fährt mit: Man nennt die Suppe Salzkrautsuppe, obwohl das Kraut von Askerhold längst alle ist und Tang an seine Stelle trat. Die Kinder lernen mit sechs den Artikel eins, im selben Tonfall wie das Einmaleins. Gäste zählt man nicht, die gehen wieder. Jeden Abend verliest der Landammann vor dem Rathaus von Torgelow die gefallenen Städte; ihr Name ruht bis zum Sonnenaufgang.
Das Kommissariat
Die Städte haben sich mit ihrem Kommissariat arrangiert, ohne es zu lieben. Kommissar Joska Fehrenbach, 954.M41 dem Verband zugeteilt, um die Zusammenlegung durchzusetzen, schickte nach Vennmoor den Meldevordruck 14-M nicht ab und schrieb stattdessen ein Protokoll ohne jede Beurteilung, obwohl das Munitorum die Zusammenlegung erzwang und Westerhall darüber fiel. Danach wird er nicht mehr erwähnt.
Dienstgrade
| Munitorum-Rang | Lokale Bezeichnung | Anredeform |
|---|---|---|
| Colonel | Landammann | Landammann |
| Major | Bürgermeister | Bürgermeister/Bürgermeisterin |
| Captain | Ratsherr | Ratsherr/Ratsherrin |
| Sergeant | Weibel | Weibel |
| Guardsman | Bürger | Bürger |
5. GLIEDERUNG UND EINZELREGIMENTER
Aufbau
Jede Stadt ist ein Kampfverband für sich: ein Stadtpanzer der Baneblade-Klasse mit sieben Mann Besatzung, zehn bis zwölf Leman Russ in vier Vierteln zu je fünf Mann Besatzung, eine Zunft von rund 130 Schwerwaffenträgern und der Tross mit Familien, Schule, Werkstatt und Krankenstube. Zur Aufstellung umfasste das Regiment zwölf solcher Städte. 951.M41 standen noch neun, mit 94 Leman Russ bei einem Soll von 108. Heute stehen sechs Stadtpanzer, davon fünf alte Rathäuser und das aus Teilen neu gegründete Brendeck, sowie 56 Leman Russ. Die 1.180 Soldaten verteilen sich auf diese sechs Städte, ergänzt durch 2.024 Menschen im Tross, die das Munitorum nicht zählt und nicht verteilen kann.
Die einzelnen Regimenter
Brendeck (neu gegründet). Typ: Superschwere Panzertruppe. Bürgermeisterin Agnes Zumbrunn, erkennbar an dem grauen, unter dem Helm hervorhängenden Zopf. Status: aus geborgenem Rumpf, Maschine aus Hohenwart und Turm aus Lindgrund zusammengesetzt, 579 Köpfe stark, Glocke aus dem alten Brendeck geborgen und neu aufgehängt.
Kaltenau. Typ: Superschwere Panzertruppe. Bürgermeister, ein Mann hohen Alters mit der Gewohnheit, jede Zustimmung mit einem Nicken zu begleiten, das sein ganzes Gesicht in Bewegung bringt. Status: 547 Köpfe.
Torgelow. Typ: Superschwere Panzertruppe, Sitz des Landammanns. Der Bürgermeister ist ein schwerer Mann vom Ende des Ratstisches; im Rathaus fährt Landammann Ludger Tessmar mit, erkennbar an dem mit Zwirn gebundenen Brillenbügel. Status: 552 Köpfe, führt das Ratsbuch und die tägliche Verlesung, Heimatstadt des aus Ulmersfeld aufgenommenen Landammanns.
Sommerach. Typ: Superschwere Panzertruppe. Bürgermeister Mattis Ruch, Mitte dreißig, mit einer Narbe am Kinn. Status: 502 Köpfe, Stadt der Lehrerin Marit Sattler und ihrer Klasse; im Tross von Sommerach wurde 953.M41 der Junge Tilo gefunden, seit 955.M41 Bürger von Brendeck.
Falkenried. Typ: Superschwere Panzertruppe. Bürgermeisterin: eine kleine, runde Frau. Status: 529 Köpfe.
Eschenbruck. Typ: Superschwere Panzertruppe. Status: 495 Köpfe; das Stadtoberhaupt trägt unterm Haaransatz die helle Narbe einer alten Kopfwunde.
6. KOMMANDOSTAB
Landammann Ludger Tessmar. Geboren 890.M41 in Ulmersfeld, mit zwölf Jahren nach dem Fall seiner Stadt 902.M41 in Torgelow aufgenommen, Landammann seit 924.M41, mit 65 Jahren (955.M41). Hager, mit grauem Schnurrbart und einer Brille, deren linker Bügel mit Zwirn an den Rahmen gebunden ist. Das Ratsbuch führt er bei jeder Sitzung selbst. Seine Melancholie zeigt sich nicht in Worten, sondern in der Gewohnheit, die Rathäuser dreimal zu zählen, weil es zu seinem Amt gehört, die Zahl dreimal zu kennen. Bei der Abstimmung über den Jungen Tilo enthielt er sich, ohne den Grund gleich zu kennen; erst bei der Wiedergründung Brendecks glaubte er ihn zu wissen: Als zwölfjähriger Gast in Torgelow hatte ihm ein Zunftmann das Brot gereicht, ohne zu fragen, ob er es verdiente, und er hielt sich seither nicht für jemanden, der zu entscheiden hat, wer dazugehört. „Noch“, sagt er, jedes Mal, wenn jemand fragt, ob die Städte stehen, und mehr sagt er dazu nicht.
Kommissar Joska Fehrenbach. Seit vierundzwanzig Jahren im Dienst (954.M41), sachlich, ein Mann, der seine Berichte vor dem Ereignis vorschreibt und die Abweichungen der Wirklichkeit in ein zweites Heft einträgt, das er niemandem zeigt. Nach Vennmoor, wo die erzwungene Zusammenlegung Westerhall das Leben kostete, schickte er den Meldevordruck 14-M nicht ab und schrieb statt eines Berichts ein Protokoll ohne Beurteilung: was die Städte getan haben, nicht, was er davon hielt.
Bürgermeisterin Agnes Zumbrunn, Brendeck. Rund fünfzig Jahre alt, mit grauem Zopf unter dem Helm, ehemals Ratsherrin von Westerhall, die das zweite Viertel durch das Moor von Vennmoor führte und wusste, wohin. Sie unterzeichnete für Westerhall den Antrag auf den geborgenen Rumpf von Karstein und hielt am Morgen des Tages 32 dem Jungen Tilo den Schlägel hin, der den ersten Morgenschlag des neuen Brendeck tat. „Wir waren Westerhall. Wir sind, wo die Glocke hängt“, sagte sie vor dem Rat, ohne selbst sicher zu sein, ob der Satz stimmt.
Angehängtes Personal
| Spezialisten | Anzahl |
|---|---|
| Kommissar | 1 (zuletzt Joska Fehrenbach, 954.M41) |
| Krankenstube | je Stadt eine, in Sommerach unter der Ärztin Verena Zbinden |
| Werkstatt | je Stadt eine, im Tross |
Tech-Priester und Prediger sind dem Regiment nicht angehängt. Die Schlosser der Städte warten und bauen selbst, wie beim neuen Brendeck geschehen, und der Rat entscheidet über jede Verwendung geborgener Teile.
Die Regimentsstandarte
Die Standarte der Städte ist kein Tuch, sondern das Ratsbuch selbst, in Leder gebunden, das der Landammann bei jeder Sitzung mitführt. Eingeschrieben sind alle Ratsbeschlüsse, jede Verlesung und die Liste der gefallenen Städte. Zur Verlesung steigt er mit dem Buch in der Hand auf eine Kiste vor dem Rathaus von Torgelow und schlägt es nicht auf.
7. FELDZÜGE
| Feldzug | Epoche (Zeit) | Gegner/Dauer |
|---|---|---|
| Svartholm | 952.M41 | Orks, sechs Tage |
| Ordrath | 953.M41 | Symbiontenkult, zwölf Tage |
| Vennmoor | 954.M41 | Gegner nie benannt, acht Tage |
| Karstein | 955.M41 | Kriegsband der Iron Warriors, 32 Tage |
Svartholm, 952.M41. Auf dieser Eiswelt griffen Orks über das Eis an, und Brendeck geriet in die Hauptwucht des Angriffs. Das Rathaus brannte mit Bürgermeisterin Ebba Haldimann, die Glocke wurde im letzten Moment vom Bock geschlagen und gerettet. Die Städte kämpften neben der Dritten Kompanie der 27. Karrenfelder Schützen, die dem Verband als „Ausleihe“ zugeteilt war; ihr Gardist Hajo Brüning sagte am Morgen nach der Verlesung, nach dem Morgenschlag, leise den Namen Brendeck. Verlust: 1 Stadtpanzer, 8 Leman Russ, 114 Soldaten, 31 Tross, zusammen 145 von 419 Köpfen Brendecks; 74 Soldaten und 200 im Tross überlebten. Die Karrenfelder verloren selbst 23 Mann.
Ordrath, 953.M41. Gegen einen Symbiontenkult in der Unterstadt dieser Makropolwelt lagen die Städte im Lager an den Tuchhallen; am sechsten Tag kam die Unterstadt durch die Abflüsse herauf, und die Zunft stand in einem Ring um die Gullys. Sommerach und Eschenbruck verloren 4 Leman Russ, 58 Soldaten und 6 Tross. Im Tross von Sommerach fand sich unter der Glocke ein fremdes, verbranntes Kind, das die Lehrerin Marit Sattler gegen Artikel eins in ihrer Obhut behielt; der Rat stimmte fünf zu drei für seine Aufnahme, der Landammann enthielt sich. Der Umzug aus Ordrath erfolgte am zwölften Tag.
Vennmoor, 954.M41. Auf dieser Dschungelwelt aus Torf, Wurzelwerk und Dampf zerlegte das Munitorum Westerhall als „Phase eins“ der erzwungenen Zusammenlegung: den Stadtpanzer zur Kampfgruppe Mitte, die Leman Russ auf Nord und Süd, die Zunft auf zwei Kampfgruppen, den Tross zu einer Sammelstelle. Am sechsten Tag ließ Bürgermeisterin Gunda Amstutz die Glocke schlagen, und binnen vier Stunden standen die Teile der Stadt am Damm. Am siebten Tag hielt Westerhall den Damm drei Stunden gegen einen Feind, der nie benannt wurde; das Rathaus sank mit der Bürgermeisterin im Torf, ein Bürger schlug die Glocke, bis das Wasser sie erreichte. Verlust: 1 Stadtpanzer, 9 Leman Russ, 120 Soldaten, 18 Tross; 305 überlebten, darunter 79 Soldaten.
Karstein, 955.M41, 32 Tage. Vor der Festung Karstein, die eine Kriegsband der Iron Warriors hielt, gruben sich die Städte ein und standen zum ersten Mal seit 254 Jahren still. Hohenwart und Lindgrund fielen beim Sturm auf Nord- und zweites Tor: 2 Stadtpanzer, 17 Leman Russ, 241 Soldaten, 22 Tross. Aus einem Rumpf, den ein Regiment der Garde vor siebzig Jahren im Vorhof verloren hatte, und Teilen beider verlorener Rathäuser entstand das neue Brendeck, in das die Überlebenden des alten Brendeck und von Westerhall, insgesamt 153 Soldaten und 426 Tross, aufgenommen wurden, eine faktische Verschmelzung zweier obdachloser Städte zu einer neuen. Die beiden Gruppen verstehen sich, weil beide ohne eigenes Rathaus waren und denselben Verlust teilten, bevor sie ihn gemeinsam beendeten.
8. DER MAKEL
Der Makel der Städte ist keine Charakterschwäche, sondern eine Tatsache: Es gibt keine Heimatwelt mehr, von der Ersatz kommen könnte. Das wurde 951.M41 amtlich, als Ordinat Wendelin Halbach auf der Verteilerstation Mellrich nachzählte und 3.813 Köpfe statt der gemeldeten 1.713 fand, woraufhin er „Zuteilung nicht ausführbar“ schrieb und dafür seine Stelle verlor. Im Alltag zeigt sich der Makel darin, dass die Städte keinen Nachwuchs von außen annehmen, selbst wenn das Regiment unter Sollstärke kämpft: Von 1.953 Soldaten, die den neun Städten 951.M41 zugestanden hätten, standen 955.M41 noch 1.180 im Dienst, ein Fehl von 773 Mann, den niemand ausgleichen kann. In der Schlacht zeigt sich der Makel darin, dass jede gefallene Stadt endgültig fehlt und der Rat nicht widerspricht, wenn ein Befehl sie fordert. Andere Regimenter, die mit ihnen Quartier teilten, nennen sie hinter vorgehaltener Hand „das Volk, das nicht verblutet, weil es sich weigert“, eine Formulierung, die weniger Bewunderung als Unverständnis trägt.
Ein Fehler des Munitorum
951.M41 verfügte die Sektion Verbandsstärke des Departmento Munitorum, das Regiment aufzulösen und den benachbarten Regimentern zuzuteilen, weil es seine Sollstärke nicht mehr aus eigener Rekrutierung deckte (1.713 Soldaten bei einem Soll von 1.953); die Zuteilungstabelle war binnen drei Wochen zu liefern. Die Verfügung ignorierte die 2.100 Menschen des Trosses vollständig, da das Munitorum grundsätzlich nur Soldaten zählt. Ordinat Halbach weigerte sich nach seiner Nachzählung, den Verband zu verteilen; das Munitorum wies den Vermerk zurück, löste ihn ab und versetzte ihn in das Archiv der Sektion. Sein Nachfolger, Ordinat Dietmar Bessel, lieferte die Tabelle in einer Woche. Die Konsequenz in Menschenleben zeigte sich erst in den Folgejahren: Die Zusammenlegungspolitik, die aus dieser Verfügung erwuchs, kostete Westerhall 954.M41 das Rathaus und 120 Soldaten, weil das Munitorum weiterhin auf Verschmelzung drängte, statt die Städte als das zu behandeln, was ihre eigenen Zahlen zeigten.
9. DESIGN-BIBEL
Farbidentität
Die Stadtpanzer tragen Steel Legion Drab als Grundfarbe, ursprünglich eine Munitorum-Zuteilung aus den Jahrzehnten nach der Aufnahme ins Imperium, die die Askerholder nie geändert haben, weil der Farbton gegen den Salzstaub der Hochebenen beständig war. Im Feld modifiziert die Zunft die Wannen mit aufgesetzten Platten und improvisierten Kettenblechen, die nie im selben Ton nachgestrichen werden. Auf fünfzig Meter erkennt man die Städte an der bronzenen Glocke am Heck, die unter keiner Lackierung verschwindet.
Farbrezepte
Uniform
| Citadel-Farbe | Typ | Zweck |
|---|---|---|
| Steel Legion Drab | Base | Grundton Uniform und Panzerung |
| Agrax Earthshade | Shade | Vertiefung in Falten und Nähten |
| Zandri Dust | Layer | Aufhellung der Uniform, Staubton |
| Ushabti Bone | Edge | Lichtkanten an Jacken und Planen |
Akzent
| Citadel-Farbe | Typ | Zweck |
|---|---|---|
| Averland Sunset | Base | Stadtsiegel und Rangstreifen |
| Seraphim Sepia | Shade | Vertiefung im Siegel |
| Averland Sunset | Layer | Auffrischung der Kanten |
| Fire Dragon Bright | Edge | Letzte Lichtkante auf dem Siegel |
Metall
| Citadel-Farbe | Typ | Zweck |
|---|---|---|
| Warplock Bronze | Base | Glocken und Beschläge |
| Agrax Earthshade | Shade | Alterung der Bronze |
| Balthasar Gold | Layer | Messingteile des Rathauses |
| Runefang Steel | Edge | Lichtkanten an Ketten und Waffen |
Regimentsfarben
| Element | Hex | Nächste Citadel-Farbe |
|---|---|---|
| Uniform, Grundton | #8A7F66 | Steel Legion Drab |
| Uniform, Staubschicht | #C7B899 | Zandri Dust |
| Stadtsiegel | #C47F2C | Averland Sunset |
| Glocke | #5C4A2E | Warplock Bronze |
| Messingbeschläge | #B9892D | Balthasar Gold |
Abzeichen
Das Stadtsiegel, eine Mauerkrone mit drei Zinnen über dem Stadtnamen, ziert Turm und Heckwand jedes Stadtpanzers sowie die rechte Schulter jeder Uniformjacke. Ranghöhere tragen zusätzliche Streifen in Averland Sunset am Ärmel. Fahrzeuge führen die Stadtsiegel in Reihenfolge der Glockenschläge nummeriert am Bug.
Waffen und Ausrüstung
Die Zunft führt Laserkanonen, Schwere Bolter und Autokanonen, die Viertel kämpfen mit Leman Russ, die Stadt selbst mit ihrem Stadtpanzer der Baneblade-Klasse. Stets verschlissen: die Wäscheleinen an den Rumpfhaken, die Kettenglieder nach monatelangem Feldeinsatz ohne Werft, und die Küchenkessel, die mit dem Rathaus fahren.
Weitere Ansichten
Von hinten zeigt der Soldat die Zunftmarkierung auf dem Rucksack und die Schnur, an der viele ein kleines Erinnerungsstück tragen. Eine Nahaufnahme sollte die Glocke am Eisenbock der Heckwand zeigen, mit der Aufschrift „WER HÖRT, KOMMT“. Eine dritte Ansicht zeigt den Stadtpanzer selbst, halb im Lehm eingegraben, mit der Ratsstubenluke offen.
10. EINE SZENE
Der Junge hatte den Schlägel noch in der Hand, als Marit Sattler ihn von der Leiter herunterholte, und er wollte ihn nicht hergeben.
Dorothea war neu beim Regiment, Feldchirurgin, zwei Monate erst, aus einem Nachbarverband abgestellt. Sie hatte gedacht, man würde sie wie jede Verstärkung behandeln: mit Misstrauen, das sich nach ein paar Wochen abschleift. Es schliff sich nicht ab. Man war höflich zu ihr, man ließ sie in der Krankenstube arbeiten, aber niemand lud sie zur Verlesung ein, bis sie selbst kam, und niemand erklärte ihr die Regeln, bis sie gegen eine verstieß.
Sie hatte den Namen einer gefallenen Stadt am Abend nach der Verlesung ausgesprochen, beiläufig, im Gespräch mit einem Weibel, der ihr die Verwundetenliste diktierte. Der Weibel hatte aufgehört zu sprechen, mitten im Satz, und sie hatte nicht verstanden, warum, bis ihr jemand später erklärte, dass der Name einer gefallenen Stadt von der Verlesung bis zum Morgenschlag ruht. Sie hatte sich entschuldigt. Der Weibel hatte nur genickt und weitergemacht, aber sie hatte gesehen, wie seine Hand kurz zitterte, bevor er den Stift wieder aufnahm.
An diesem Morgen, im Vorhof von Karstein, stand sie zum ersten Mal bei einem Morgenschlag, bei dem ein Kind in ein Amt eingewiesen wurde, das es noch nicht verstand. Sie sah den Jungen die Leiter hinaufsteigen, zu klein für den Schlägel, mit einer Jacke, die ihm zu groß war, und einer Schnur um den Hals, an der ein umwickeltes Glöckchen hing, das er die ganze Zeit festhielt wie etwas, das ihm jemand wegnehmen könnte. Sie fragte den Mann neben sich, einen Zunftmann mit roten Haaren, wer das Kind sei.
„Tilo“, sagte der Mann, ohne sie anzusehen. „Von Ordrath. Er gehört jetzt zu Brendeck.“
„Er ist nicht von hier.“
„Nein.“ Der Mann schwieg einen Moment. „Der Rat hat fünf zu drei dafür gestimmt. Der Landammann hat sich enthalten.“
Sie sah zu, wie der Junge den Schlägel hob, zu schwer für seine Arme, und zuschlug, und der Ton stand über dem Vorhof, hell, mit dem Schnarren im Nachhall, das zur Glocke von Brendeck gehört. Fünf weitere Glocken folgten, aus anderen Städten, in genauer Reihenfolge, und die Menschen um sie herum zählten mit, ohne auf ihre Hände zu sehen, wie sie bemerkte, als sie selbst auf ihre Hand sah und merkte, dass nur sie es tat.
Nach dem sechsten Schlag sagte der Landammann: „Die Städte stehen.“
„Noch“, sagten alle, in einem Ton, der ihr fremd war, nicht trotzig, nicht hoffnungsvoll, einfach genau, wie eine Zahl, die man jeden Tag neu überprüft.
Sie verstand in diesem Moment, was sie zwei Monate lang nicht verstanden hatte: Dass sie nicht einem Regiment zugeteilt worden war, sondern einem Volk, das zufällig in Panzern lebte, und dass sie, solange sie blieb, immer die sein würde, die den Namen zur falschen Zeit gesagt hatte. Das war keine Strafe. Es war nur die Art, wie hier gezählt wurde, wer dazugehörte.
HINWEIS: Dieses Regiments-Dossier wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.
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