Ordensgalerie

Von Besuchern mit dem Ordensgenerator erstellte und von der Redaktion freigegebene Dossiers — zur Unterscheidung vom kuratierten Ordensarchiv mit den vollständig ausgearbeiteten, eigenen Orden.

← Zur Galerie

Dossier als PDF laden

Wappen — 14. Hochtarn Gebirgsjäger
Wappen — 14. Hochtarn Gebirgsjäger

1. KERNDATEN

Militarum RegimentumHochtarner Gebirgsjäger
Offizielle Bezeichnung14. Hochtarn Gebirgsjäger
RufnameDie Schweiger vom Sattel
Herkunft des NamensIm Kampf erworben: Die Hochtarner nennen sich selbst so, seit dem Sattel von Ormund, wo alle dreizehn Tage lang den Tod ihres Obersten kannten und schwiegen.
HeimatweltHochtarn
RegimentstypLinieninfanterie (Chasseurs, Gebirgsjäger)
Gründung972.M41
Tithe-StufeExactus Particular
Sollstärke3.600
Ist-Stärke1.748
Schlachtruf„Wir auch nicht!“
Munitorum-KennungMR-HOC/14-GJ/972-L

Die niedrige Ordnungszahl verweist auf ein altes Regiment: Hochtarn hebt seit Jahrhunderten nur wenige Regimenter aus, und die Nummer 14 wird jedes Mal neu vergeben, wenn ihr Vorgänger aus den Rollen fällt.

Die Nummer wurde viermal vergeben. Die drei früheren Regimenter dieses Namens sind auf Welten gefallen, deren Namen in Hochtarn niemand mehr aussprechen kann. Die heutigen Soldaten tragen deren Ehrenbänder, ohne einen der Toten gekannt zu haben, und sie reden darüber wie über geerbtes Grubenholz: Man fragt nicht, wer es geschlagen hat, man stützt damit den Stollen. Nach dem Sattel von Ormund sagen sie, das vierte Regiment habe als erstes etwas Eigenes an die Standarte gehängt.

Regiments-Merksatz

„Der Berg gibt nichts her. Wir auch nicht. Wer fällt, wird getragen. Wer weiß, schweigt.“

Die Säulen

Halten. Ein Posten bekommt den Befehl zu halten, und mehr bekommt er nicht. Keine Verstärkung, denn wer weiß, dass Hilfe kommt, wartet auf sie. Keine Erlaubnis zum Rückzug, denn wer zurückgehen darf, geht. Die Hochtarner glauben, dass diese Methode Leben spart, weil ein Feind, der einmal gesehen hat, was eine Stellung kostet, die nächste nicht angreift. Sie glauben es auch über die 611 Toten des Dritten Bataillons. Dass ein anständiger Mensch zwei Kompanien in Reserve nicht stehen lassen würde, während nebenan ein Bataillon stirbt, sagt ihnen niemand, und sie würden es auch nicht hören wollen.

Tragen. Kein Hochtarner bleibt liegen, wenn einer ihn tragen kann. Das kommt aus den Gruben: Wer verschüttet wird, den gräbt die eigene Schicht aus, auch wenn er nicht mehr atmet. Im Feld wird daraus eine Pflicht, die Verluste kostet, weil Träger langsamer sind als Läufer. Gefreiter Kuhrt trug seinen toten Obersten 612 Schritte unter Beschuss. Seitdem zählt jeder Rekrut seine Schritte, wenn er eine Last trägt.

Schweigen. Ein Bergmann redet nicht über den Stollen, in dem er sich fürchtet. Das Regiment hat daraus eine Tugend gemacht, die über jede Dienstvorschrift geht: Was den Nebenmann schwächen würde, behält man für sich. „Sag es keinem“ ist auf Hochtarn ein Freundschaftsdienst und kein Vertrauensbruch.

Zählen. Wer zählt, der lebt. In den Gruben zählt man Seilfahrten, Wetter und Stempel. Im Regiment zählt man Schritte, Schuss und Tote. Die Hochtarner misstrauen jedem Offizier, der keine Zahlen im Kopf hat, und sie verzeihen viel, wenn einer rechnen kann. Das Hauptbuch des Regiments wird sorgfältiger geführt als das Gebetbuch.

2. AUSHEBUNG UND TITHE

Das 14. wurde 972.M41 im regulären Zehnt ausgehoben und nicht als Notaufgebot. Das gab Sollbach sechs Monate auf dem Kasernenhof von Hochtarn, und sechs Monate sind auf einer Bergbauwelt viel. Gelost wurde nach Schachtgemeinden. Jede Gemeinde warf so viele Lossteine in die Förderkübel, wie sie Männer stellen musste, und wer einen schwarzen Stein zog, fuhr am nächsten Morgen nicht mehr ein. Dreitausend Holzfäller, Hirten und Minenjungen kamen so zusammen. Viele waren Brüder, Vettern oder Nachbarn aus derselben Schicht, und dieser Umstand machte das Regiment später unfähig, ein Geheimnis vor sich selbst zu haben.

Der Planetengouverneur von Hochtarn hatte zuvor zwei Erzlieferungen verfehlt. Ein dritter Fehler, etwa zu wenige Männer, zu schlechte Ausbildung oder fehlende Mäntel, hätte ihn den Kopf gekostet. Er schickte deshalb die kräftigsten Schichten aus den tiefsten Gruben. Pflichtgefühl hatte damit nichts zu tun. Er wollte schlicht überleben.

Was die Heimatwelt verlor

Mit dem Zehnt von 972.M41 verlor Hochtarn fast eine ganze Generation von Seilfahrern, also jener Männer, die die Förderkörbe in die tiefen Schächte führen. Drei Gruben im Ormtal sind seitdem stillgelegt, weil niemand mehr die Glockenzeichen der alten Schächte lesen kann. Der Schachtchor von Tarnfeld sang das Totenlied für Verschüttete einst mit vierzig Stimmen, heute singt er es mit elf, und die tiefen Stimmen fehlen ganz. Auch die Gamshirten auf den Hochweiden sind weniger geworden. Die Herden verwildern, und die Kinder lernen die Pfiffe nicht mehr, mit denen man sie ruft. Der Dialekt der oberen Täler stirbt in den Schulstuben aus, während er an der Front weiterlebt.

3. HEIMATWELT

Hochtarn ist eine kalte Bergbauwelt mit dünner Luft, deren Kontinente aus gefalteten Gebirgen bestehen. Der Sommer dauert sieben Wochen, und den Rest des Jahres liegt Schnee über den Fördertürmen. Die Bevölkerung lebt in Schachtgemeinden, die an den Talhängen kleben. Unten liegen die Gruben, darüber die Bergwälder, aus denen das Grubenholz kommt, und ganz oben die Weiden der Gamsherden. Erz, Kohle und Holz gehen über Seilbahnen hinunter zu den Verladestationen, und von dort zum Ankerplatz im Orbit. Beim Munitorum zählt Hochtarn dadurch zur Erzsicherung eines ganzen Subsektors.

Die Gesellschaft ist nach Schichten geordnet und nicht nach Familien. Ein Hauer gehört zuerst seiner Schicht, die ihn ausgräbt, begräbt und seine Witwe versorgt. Daraus entstehen Soldaten, die Dunkelheit, Kälte, Enge und Lärm ertragen, ohne zu klagen. Sie können graben, bevor sie schießen können. Sie bewegen sich im Fels so sicher wie andere auf einer Straße, und auf achtzehnhundert Metern Höhe atmen sie noch ruhig. Für das Astra Militarum sind sie ideale Besatzungen für Pässe, Kämme und Grate.

Der Nachteil, den sie mitbringen

Hochtarner können nicht über offenes Gelände vorgehen. Wer im Gebirge aufwächst, hat keinen Begriff von Deckung, die nicht aus Stein besteht. Auf einer flachen Ebene graben sie sich ein, sobald der erste Schuss fällt, und dann bringt sie kein Befehl mehr aus dem Loch. Sie nennen das Flachland „das Leere“, und jeden Fremden nennen sie „Flachländer“, auch einen Kameraden, der aus einem tieferen Tal kommt.

Auf Eldrach 983.M41 sollte das Regiment eine Flussebene von zwei Kilometern Breite in einem einzigen Sprung überqueren. Nach vierhundert Metern lagen drei Kompanien in selbstgegrabenen Mulden im Schlamm und kamen weder vor noch zurück. Sie blieben dort elf Stunden unter dem Feuer der Aufständischen. 212 Mann starben in Löchern, die sie selbst gegraben hatten und die in keinem Befehl vorgesehen waren.

4. REGIMENTSKULTUR

Sollbachs Drill ist Grubendrill. Gezählt wird laut, gemeldet wird kurz, und wer seinen Nebenmann nicht kennt, steht nachts Wache, bis er ihn kennt. Strafen gibt es wenige, denn auf Hochtarn ist Verachtung schlimmer als Prügel.

Auf dem Marsch singen sie das „Seilfahrerlied“, ein langsames Lied in zwölf Strophen über einen Förderkorb, der nie wieder heraufkommt, und über die Schicht, die oben am Schacht wartet, bis es dunkel wird. Am Abend des vierzehnten Tages sang es der ganze Graben, ohne dass jemand angestimmt hatte. Den Aberglauben, den die Offiziere aufgegeben haben, kennt jeder: Vor dem Gefecht legt man einen Stein auf die Brüstung, damit der Berg weiß, wer bei ihm ist. Wer seinen Stein wiederfindet, steckt ihn ein.

Auf den Transportdecks riecht es nach nasser Wolle, Waffenöl und Latschenharz. Man hört Würfel, leises Husten und das Klappern von Kochgeschirr. Den Schnapsanteil schütten die Hochtarner zusammen und brennen ihn mit Latschennadeln zu einem scharfen „Latschengeist“ um, den sie nur an Totentagen trinken. Wenn Zeit ist, begraben sie ihre Toten unter Steinhaufen mit dem Kopf zum Gipfel. Wenn keine Zeit ist, nimmt der Nebenmann einen Stein vom Ort mit. Jeder Hochtarner trägt einen Beutel mit Steinen, die er irgendwann nach Hause bringen will und nie nach Hause bringen wird.

Das Kommissariat

Das Regiment hat seinen Frieden mit dem Kommissariat gemacht, und zwar mit einer bestimmten Person: Kommissarin Gerlinde Vorsch. Jeder weiß, dass sie vor zwölf Jahren einen Hauptmann erschießen ließ, weil er seinem Regiment verschwiegen hatte, dass keine Verstärkung kommt. Jeder weiß auch, dass sie dreizehn Tage lang den größten Betrug in der Geschichte des Regiments gedeckt hat. Die Hochtarner fürchten sie nicht. Sie haben verstanden, dass sie jeden Verstoß aufschreibt, mit Uhrzeit, Ort und Zeugen, und dann selbst entscheidet, welche Akte sie öffnet. Mehr kann ein Bergmann von einer Kommissarin nicht verlangen.

Dienstgrade

Munitorum-RangHochtarner BezeichnungAnrede
Oberstder AlteHerr Oberst
MajorBergmeisterHerr Major
HauptmannObersteigerHerr Hauptmann
LeutnantSeilführerHerr Leutnant
Unteroffizier (Feldwebel)HutmannFeldwebel
SoldatKnappebeim Nachnamen

5. GLIEDERUNG UND EINZELREGIMENTER

Aufbau

Vor dem ersten Tag am Sattel zählte das 14. genau 3.100 Mann. Davon standen 2.480 in vier Bataillonen zu je 620 Mann. Jedes Bataillon hatte vier Kompanien mit einem Hauptmann, einem Befehlstrupp und drei bis vier Zügen. Ein Zug bestand aus einem Leutnant, einem Befehlstrupp und vier Trupps zu zehn Mann sowie einem Trupp mit schweren Waffen. Hauptmann Falks Zweite des Ersten zählte vollzählig 138 Mann.

Die übrigen 620 Mann verteilten sich auf Stabskompanie, Mörserzug, Batterie Süd, Pioniere und Sanitätsdienst sowie auf die Besatzungen der Panzerkompanie Sandner. Diese Kompanie ist eine Ausnahme, die das Munitorum nur für Valmark zugelassen hat und getrennt abrechnet. Nach Vorschrift hätte sie drei Schwadronen zu drei Panzern. Tatsächlich hatte sie vierzehn Leman Russ, von denen nach dem zehnten Tag noch neun fahren.

Heute stimmt nichts mehr mit der Sollstärke überein. Das Dritte Bataillon besteht aus neun Mann. Insgesamt bleiben 1.748 Mann, von denen viele keinen Zug mehr haben, zu dem sie gehören.

Die einzelnen Regimenter

14. Hochtarn Gebirgsjäger („Die Schweiger vom Sattel“) – Linieninfanterie. Das Kommando führt Major Weller, ein großer, gebeugter Mann, der den Kragen offen trägt. Das Regiment liegt mit 1.748 Mann auf dem Sattel von Ormund und wartet auf die Entscheidung des Munitorum, ob es zusammengelegt oder verlegt wird.

Hochtarn 9. Stollenschützen („Die Neunten Ausgegrabenen“) – Belagerungsinfanterie. Das Regiment fiel 961.M41 vollständig und wurde 974.M41 neu aufgestellt. Mit der Nummer erbte die neue Aushebung eine Standarte mit verbranntem Saum und eine offene Schuld an einem Munitorum-Depot, die sie bis heute abbezahlt. Kommandeur ist Oberst Ruprecht Vallner, dem drei Finger der linken Hand fehlen. Zurzeit liegt es im Garnisonsdienst.

Hochtarn 22. Seilpioniere („Die Hängenden“) – Gebirgspioniere. Kommandeurin ist Majorin Edda Sturl, die eine weiße Strähne im schwarzen Haar trägt. Seit einem Warp-Sprung 986.M41 hat das Regiment keine Verbindung mehr. Das Munitorum führt es als „bis auf weiteres im Transit“.

6. KOMMANDOSTAB

Oberst Anselm Aschbach (gefallen). Aschbach war ein Mann von siebzig Kilo, der auch im Sommer seinen Mantel trug, und auf dem Hut einen Gamsbart. Sein Klappstuhl aus Kiefernholz mit der eingebrannten Gams auf der Lehne zog mit ihm von Feldzug zu Feldzug, aber er setzte sich nie hinein, denn ein Mann, der sitzt, hat Zeit. Jeden Befehl nahm er auf Band auf, weil er dem eigenen Gedächtnis nicht traute. Bei Karthos ließ er die Kuppe 412 halten, als längst klar war, dass sie niemand mehr brauchen würde. Sie kostete 1.100 Mann. Er nahm dafür einen Orden entgegen und änderte seine Methode nicht. Er fiel am zweiten Tag am Sattel. Seitdem führt Major Weller das Regiment.

Der Berg gibt nichts her. Wir auch nicht.

Oberst Anselm Aschbach

Kommissarin Gerlinde Vorsch. Vorsch ist vierundfünfzig, schmal, und hat ein Gesicht wie ein gut gebügeltes Tuch. Ihre Pistole sitzt im Halfter wie ein Argument, das sie noch nicht gebraucht hat. Ihr Gegenstand ist ein Heft, in das sie jeden Tag eine Seite schreibt, mit Uhrzeit, Ort und Zeugen. Am Sattel deckte sie dreizehn Tage lang die Täuschung, saß nachts beim Toten in der Kühlkammer und steckte vor Feldwebel Sollbach die Pistole wieder weg, als das Gesetz von ihr verlangte, sie zu benutzen. In die Verlustliste schrieb sie das falsche Datum. Ihr Heft liegt seitdem ungeöffnet im Koffer.

Das war gut. Beides geht.

Kommissarin Gerlinde Vorsch

Major Weller, Adjutant und Stellvertreter. Weller ist achtundvierzig, groß und gebeugt. Er trägt den Kragen offen, weil der ihn würgt, und er hat in siebzehn Jahren Regimentsdienst keinen Befehl gegeben, den er nicht vorher aufgeschrieben hatte. Er kennt die Schuhgröße jedes Mannes, der je etwas bei ihm bestellt hat. Sein Werkzeug sind die Bestandslisten und die Schusstafeln. Als es für die Zahnspitze kein Band mit dem Wort „Räumen“ gab, sprach er es selbst mit der Stimme, die er heimlich vor dem Spiegel geübt hatte. Alle 138 Mann kamen zurück.

Ich kenne den Wortlaut, Frau Kommissarin. Ich habe ihn abgeheftet.

Major Weller

Angehängtes Personal

PersonalAnzahlUnterstellt
Kommissare6 (einschließlich Vorsch)Kommissariat
Feldprediger der Ecclesiarchie9Ecclesiarchie
Diener der Ecclesiarchie31Ecclesiarchie
Enginseers3Adeptus Mechanicus
Sanktionierte Psyker1Scholastica Psykana

Am deutlichsten zeigt sich die Reibung bei den Feldpredigern. Sie weigern sich, den leeren Klappstuhl zu segnen, und die Hochtarner stellen ihn trotzdem bei jeder Messe auf. Die Enginseers rechnen mit dem Munitorum ab und nicht mit Weller.

Die Regimentsstandarte

Die Standarte ist ein Tuch aus grauem Loden auf einer Stange aus Grubenstahl, die oben in einem gegossenen Gamskopf endet. Aufgestickt sind die drei Ordnungszahlen der Regimenter, die die Nummer 14 vor dem heutigen getragen haben. Daran hängen Ehrenbänder für Karthos und Eldrach sowie seit dem neunzehnten Tag ein Streifen Mantelstoff mit Einschusslöchern vom Sattel von Ormund. Fast verloren ging sie auf Eldrach, als die Flussebene drei Kompanien festhielt. Unteroffizier Hanno Riepl lag mit ihr elf Stunden lang in einem Schlammloch und hielt sie unter seinem Körper flach. Er starb, ohne sie loszulassen, und man musste ihm die Finger einzeln öffnen.

7. FELDZÜGE

Karthos (977.M41, neunzehn Tage)

Schauplatz: Gebirgsfront auf Karthos. Feind: Aufstand eines Ketzerkults in den Bergbausiedlungen.

Das 14. und die 6. Kessmarer Schützen sollten eine Kammlinie gegen Kultmilizen halten, die aus den Stollen heraufkamen. Am neunten Tag befahl Aschbach, die Kuppe 412 zu halten, bis nichts mehr da ist. Die Stellung lag längst im Rücken des Gegners, und keine Planung brauchte sie mehr. Es kamen weder Verstärkung noch eine Erlaubnis zum Rückzug. Neben ihm auf der Kuppe stand ein Offizier der Kessmarer, der seine Leute zurücknahm und damit die Flanke des 14. öffnete. Die Kuppe hielt, und der Kult verlor den Mut, aber die Kosten waren gewaltig.

Ergebnis: Die Abnutzung brachte einen Sieg, der auf dem Papier steht und den niemand gebraucht hat. Verluste: 1.100 von 3.600 Mann.

Verbündete: Die 6. Kessmarer Schützen wurden danach aufgelöst. Ihrem Kommandeur nahm man das Regiment, und Aschbach bekam einen Orden. Das 14. hegt seitdem einen Groll gegen ein Regiment, das es nie wiedersehen wird und das es auch nicht mehr gibt.

Eldrach (983.M41, vier Monate)

Schauplatz: Industriewelt Eldrach, Flussebenen und Hüttenwerke. Feind: Arbeiteraufstand mit Kultkern.

Vor dem Feldzug kam aus Hochtarn ein einziger Nachersatz von 940 Mann. Danach entschied das Munitorum, dass es keinen weiteren geben würde. Zusammen mit dem 31. Varnischen Füsilierregiment sollte das 14. die Hüttenwerke zurückgewinnen. Am zwölften Tag befahl die Division, auf eine Kolonne streikender Grubenarbeiter zu schießen, die mit Lampen und Werkzeug auf die Linie zukam. Das Regiment gehorchte. Es waren Männer wie sie, aus Gruben wie ihren. Danach folgte die Flussebene, auf der 212 Hochtarner in ihren eigenen Löchern starben.

Ergebnis: Der Aufstand wurde niedergeschlagen, doch die Produktion war für Jahre zerstört. Verluste: 340 von 2.500 Mann; die Zahl der Toten auf der Gegenseite wurde nie erfasst.

Verbündete: Die Varnischen Füsiliere zogen das 14. nachts aus der Flussebene. Diese Schuld blieb offen, als die Kampfgruppe aufgelöst wurde. Über die Lampenkolonne spricht im Regiment niemand. Wer aus Eldrach zurückkam, raucht im Dunkeln nicht mehr.

Valmark, Sattel von Ormund (989.M41, neunzehn Tage)

Schauplatz: Valmark, Pass vor einer Makropole mit sieben Millionen Menschen. Feind: 19.000 Renegaten unter Dreyer.

Mit 3.100 Mann und ohne zweite Linie hielt das 14. den Sattel. Am zweiten Tag fiel Aschbach. Weller führte das Regiment weiter mit der Stimme eines Toten, die aus dem Befehlsarchiv geschnitten wurde. Am dritten Tag verlor das Dritte Bataillon am Ostsattel 611 von 620 Mann. Am sechsten Tag räumte Hauptmann Falk die Zahnspitze, und der Mörserzug zerschlug die Renegaten, die nachdrängten. Am zehnten Tag schlug Hauptmann Sandners Panzerkompanie im Talgrund 17 von 24 feindlichen Panzern und verlor selbst fünf. Am vierzehnten Tag stand der Tote auf dem Kommando-Chimera und fuhr die Linie ab, und Dreyer zog ab.

Ergebnis: Der Pass wurde gehalten und die Makropole gerettet. Dafür ist das Regiment fast halbiert, und Ersatz kommt keiner. Verluste: 1.352 von 3.100 Mann.

Verbündete: Die Entsatzkolonne der Division traf am siebzehnten Tag ein. Mit ihr kam Subadjutrix Marlow von der Abgleichkanzlei Valmark Süd, um den Kommandoübergang zu prüfen.

8. DER MAKEL

Von Karthos hat sich das Regiment nie erholt. Den Bericht über die Kuppe 412 legte Divisionsbeobachterin Ilse Marwen vor. Darin stand der Satz, die Verluste seien „taktisch ohne Gegenwert, doktrinär jedoch korrekt“. In Hochtarn wird diese Zeile auswendig gelernt wie ein Fluch.

Im Alltag zeigt sich der Makel in kleinen Dingen. Das 14. hält zweimal täglich Appell, obwohl einer genügen würde, denn jeder will hören, dass der Nebenmann noch antwortet. Munition wird gehortet. Mit anderen Regimentern teilen sie kein Lager. Liegen sie neben Fremden in Quartier, bauen sie sich eine eigene Latrine und ziehen eine Steinreihe als Grenze.

Im Gefecht zeigt sich der Makel darin, dass das Regiment hält, wo es weichen müsste, und Befehle zum Rückzug nicht befolgt, weil es sie nie gelernt hat. Am Sattel sprachen die Männer in der Essensschlange davon, dass „der Alte weich geworden“ sei, als die Zahnspitze geräumt wurde. Sie sagten es so oft, bis es stimmte. Gemeint war eine Erleichterung, die sie sich nicht eingestehen durften.

Sich selbst erzählen die Hochtarner, dass Karthos den Krieg auf jenem Kamm beendet habe. Andere Regimenter nennen sie „Kuppenfresser“ und sagen, man solle neben einem Hochtarner kämpfen, aber niemals hinter ihm, weil er nicht zurückkommt, um einen zu holen.

Ein Fehler des Munitorum

Nach Karthos trug ein Schreiber der Abgleichkanzlei die Verlustzahl von 1.100 in die falsche Spalte ein. Das 14. Hochtarn stand danach als „aufgerieben, Nachversorgung eingestellt“ in den Büchern. Vierzehn Monate lang lag das Regiment im Winterquartier auf Karthos, ohne Rationen, ohne Frostausrüstung und ohne Sanitätsgut. Die Männer aßen Gamsleder aus ihren eigenen Ausrüstungen und kochten Flechten. 63 Mann starben an Erfrierungen und an der Ruhr, bevor Weller die Spalte fand und selbst einen Berichtigungsantrag mit drei Stempeln stellte. Die Rationen dieser vierzehn Monate wurden nie nachgeliefert. Laut Munitorum wurden sie an eine Einheit ausgegeben, die es nicht mehr gab.

9. DESIGN-BIBEL

Farbidentität

Die Uniform ist aus grünlich-grauem Loden, gefärbt mit Felsflechte aus den Hochtälern, deren Farbe sich in keinem Munitorum-Katalog findet. Darüber tragen die Männer graue Flakrüstung und lange Mäntel. Gegen die Vorschrift haben sie Rotbraun hinzugefügt: Lederstreifen aus Gamshaut an Ärmeln und Riemen. Auf fünfzig Meter erkennt man das Regiment an einem Büschel Gamshaar an der linken Helmseite.

Farbrezepte

Uniform

Citadel-FarbeTypZweck
Castellan GreenBaseLoden Grundton
Athonian CamoshadeShadeFalten, Schmutz
Elysian GreenLayerMantelflächen
Ogryn CamoEdgeKanten, Ausbleichung

Akzent

Citadel-FarbeTypZweck
Mournfang BrownBaseGamsleder
Agrax EarthshadeShadeRiemen, Stiefel
Skrag BrownLayerLederstreifen
Deathclaw BrownEdgeAbrieb

Metall

Citadel-FarbeTypZweck
LeadbelcherBaseLasergewehr, Helm
Nuln OilShadeVertiefungen
IronbreakerLayerKanten
Stormhost SilverEdgeKratzer

Regimentsfarben

ElementHexNächste Citadel-Farbe
Lodenuniform#4A5340Castellan Green
Flakrüstung#6B6E6AMechanicus Standard Grey
Gamsleder#6A4A32Mournfang Brown
Abzeichen Gamskopf#C9BFA6Ushabti Bone
Standartentuch#7A7C74Dawnstone

Abzeichen

Das Regimentsabzeichen ist ein Gamskopf mit zwei gebogenen Hörnern über der Zahl 14. Es sitzt beigefarben am linken Oberarm und als Schablone auf dem Helm. Dienstgrade werden mit Querbalken auf dem Kragen angezeigt, bei Offizieren mit einem Gamszweig. Fahrzeuge tragen den Gamskopf am Turm und werden mit „Gams“ und einer Ziffer beschriftet.

Waffen und Ausrüstung

Jeder Soldat führt ein Lasergewehr mit vier Energiezellen, ein Kampfmesser, einen Klappspaten und einen Steinbeutel. Als Spezialwaffen gibt es Flammenwerfer für Stollen und Raketenwerfer. Drei Dinge sind immer schmutzig, kaputt oder improvisiert: Fußlappen aus Mantelresten, Rebreather mit Harzpfropfen und Helmriemen, die mit Draht geflickt sind.

Weitere Ansichten

Von hinten: der Soldat mit Steinbeutel, aufgerolltem Mantel und Spaten. Im Detail: der Helm mit Schablonenzahl 14 und dem Gamshaarbüschel. Als drittes Motiv: der Kommando-Chimera „Gams Eins“ mit gerissener linker Kette und dem leeren Ladegestell auf dem Turm.

10. EINE SZENE

Der Mann neben Jost Haindl hatte seit einer Stunde nichts gesagt, und jetzt sagte er etwas, ohne den Kopf zu drehen.

„Der Alte ist tot.“

Haindl war mit dem Nachersatz gekommen, sechs Jahre nach Karthos. Am Sattel lag er zum ersten Mal seit Eldrach wieder in einem Graben, in dem nicht geübt wurde. Er dachte zuerst, er habe sich verhört, denn die Leuchtkugeln zischten.

„Seit gestern Mittag“, sagte der Mann. Er hieß Brandl und war aus dem Ormtal, zwei Gruben weiter von Haindls Grube. „Den Beobachtungsposten Ost hat es erwischt. Einer hat ihn reingetragen.“

„Gestern Abend hat er geredet.“

„Ja.“

Haindl suchte nach dem Satz, den man in so einem Fall sagt, und fand keinen. Unten am Ostsattel war das Schießen seit dem Nachmittag leiser geworden. Er wusste inzwischen, was das bedeutete.

„Woher weißt du das?“

„Das sag ich nicht.“ Brandl drehte einen Stein zwischen den Fingern, einen von denen, die man auf die Brüstung legt. „Sag es keinem.“

„Und die Teuber-Leute?“

„Die haben es heute früh gehört. Vor Sonnenaufgang.“

Haindl sah in die Dunkelheit hinunter, wo das Dritte Bataillon gelegen hatte, und rechnete, wie man es ihm beigebracht hatte. Sechshundert Mann, die wussten, dass niemand sie zurückrufen würde, und zwar nicht weil der Oberst es so wollte, sondern weil es keinen Oberst mehr gab, der es hätte tun können. Sie waren trotzdem liegen geblieben.

„Warum sagst du es mir?“

Brandl zuckte die Schultern. „Weil ich’s nicht allein tragen kann. Du jetzt auch nicht. Gib’s weiter, wenn du musst. Aber sag dazu, dass er’s keinem sagen soll.“

Am nächsten Abend um neunzehn Uhr vierzig knackten die Lautsprecher. Haindl stellte das Kochgeschirr ab wie alle anderen. Die Stimme sprach: Der Berg gibt nichts her. Wir auch nicht. Der Graben brüllte, und Haindl brüllte mit, so laut er konnte. Er sah dabei Brandl an, und Brandl brüllte ebenfalls, mit nassen Augen. Weiter unten im Graben brüllte Pfeil, der Junge mit den abstehenden Ohren, lauter als alle anderen.

Da begriff Haindl, dass jeder Einzelne hier brüllte, damit der Nebenmann nichts merkte.

Vier Minuten später, als es still geworden war, ging der Hutmann des Zuges zum Vox an der Grabenwand. Er nahm den Hörer ab, hielt den Sprechknopf zu lange gedrückt und sagte leise: „Wir auch nicht, Herr Oberst.“ Dann hängte er den Hörer auf und ging zurück an seinen Platz. Niemand sah ihn an.

In der Nacht wandte sich Haindl an den Mann zu seiner Linken, einen Hirten von den oberen Weiden, mit dem er noch nie ein Wort gewechselt hatte.

„Hör zu“, sagte er. „Sag es keinem.“

HINWEIS: Dieses Regiments-Dossier wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Dies ist ein nicht-kommerzielles Fanwerk und steht in keiner Verbindung zu, wird nicht unterstützt, gesponsert oder anderweitig gebilligt von Games Workshop Limited.

Warhammer 40,000, das Warhammer-40,000-Logo, Games Workshop und alle damit verbundenen Marken, Namen, Rassen, Rasseninsignien, Charaktere, Fahrzeuge, Orte, Waffen, Maßeinheiten, Illustrationen und Bilder aus dem Warhammer-40.000-Universum sind entweder ®, TM und/oder © Games Workshop Limited, weltweit unterschiedlich registriert, und werden ohne Genehmigung verwendet. Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern.