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1. KERNDATEN
| Konklave-Name | Vindicor-Kappa-Delta (Vindicor-Kappa-Delta) |
| Designation | Estaban III 4. Makroklade |
| Byname | Keine |
| Schmiedewelt | Estaban III |
| Tech-Priest Dominus | Magos Theologicus Vex-Kol-Serem |
| Legionsstärke | 4.847 Skitarii, 1.206 Servitoren, 34 Kriegsmaschinen |
| Kohorten | 4 |
| Preferred Doctrina Imperative | Aggressor Imperative |
| Allegiance | Orthodox |
| Administratives Kennzeichen | EST-IV-VKD-M36.2 |
Die Vindicor-Kappa-Delta existiert als Instrument der Vergeltung. Sie wird entsandt, wenn eine Schuld gegenüber dem Imperium oder einer Schwesternnwelt beglichen werden muss. Der Name leitet sich von ihrer Aufgabe ab: Vindicor — Rache, Wiederherstellung der Ehre durch Kraft. Sie ist nicht das erste dieser Makrokladen auf Estaban III, und nicht die letzte. Jede trägt die Last der vorherigen in ihren Manipeln.
2. DIE SCHMIEDEWELT
Estaban III liegt im Pazificus-Segmentum und widmet sich seit M25 dem Bau großer Voidships und der Wartung ihrer Aggregatoren. Die Welt erfüllte ihren Zehnt gewissenhaft, bis sie sich während der Horus-Häresie dem gefallenen Warmaster Horus anschloss. Nach der Belagerung von Terra wurde sie retaken, ihre Priesterschaften hingerichtet und ihre Strukturen unter Kontrolle gestellt. Seitdem zahlt Estaban III seinen Zehnt in doppeltem Maße: voidtaugliche Aggregate und Skitarii, die den Schuldenüberschuss abarbeiten. Die Welt produziert das, was sie immer produziert hat, aber sie hat weniger Zeit, es zu tun. Der Ingenieursstand ist unterbesetzt. Die Konvertierungshallen laufen ohne Unterlass.
Die Schmiedewelt folgt der Orthodoxen Secte in ihrer empfänglichen Deutung — die Sechzehn Universellen Gesetze in ihrer verallgemeinerten Form. Das bedeutet hier: Die Riten sind streng, aber nicht unnachgiebig. Ein Enginseer darf improvisieren, wenn die Zeit fehlt. Ein Tech-Priest Dominus darf taktische Umordnungen befehlen, ohne das gesamte Konzil einzuberufen. Diese Nachgiebigkeit ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als Estaban III eilig wiederaufgebaut werden musste. Sie ist nie formell rückgängig gemacht worden.
Was die Welt ihren Menschen nimmt
Die Menialenpopulation von Estaban III wird durch Tagesarbeit in den Schmiede- und Aggregatorhallen verbraucht. Ein durchschnittlicher Arbeiter hält vier bis fünf Jahre, bevor Strahlung, Hitze oder Maschinen ihn beschädigen. Die Konvertierungshallen kaufen die Überlebenden auf. Ein Mann mit zwei fehlenden Gliedmaßen und verbrannten Lungen wird unter den Ritus der Aussonderung geführt. Antrag M36.107-VKD-3 dokumentiert den Fall eines Arbeiters namens Corvus, linksseitig vollständig gelähmt nach einem Aggregatorausfall, der am 11.3 M36.1 eintraf. Am 27.3 desselben Jahres kehrte er als Skitarius der 2. Kohorte zurück — Protothesengestell, Radiumkarabiner, Maschinengeist in der Noosphäre. Er erfüllte vier weitere Kampfeinsätze, bevor eine Ausblutung sein Gehirn von der erweiterten Sensorik trennte. Sein Körper wurde in die Kaltlade gelegt. Das ist der Weg: Verletzung, Antrag, Konvertierung, Dienst, Ruhe. Die Welt verliert keinen Menschen, den sie nicht ohnehin verloren hatte.
3. SCHLACHTORDNUNG
Die Vindicor-Kappa-Delta gliedert sich in vier Kohorten zu je drei Manipeln — zwölf Manipel insgesamt, zwölf als die heilige Zahl. Die Etablierungsstärke beträgt 5.200 Skitarii. Die gegenwärtige Stärke beträgt 4.847. Der Unterschied ist die 3. Kohorte.
1. Kohorte: Prätorianer des äußeren Ringes (Alpha Primus Vehn-Cor-Ix, Kommandant). Drei Manipel Prätorianer — 240 Skitarii in Keramitpanzer und Radiumkarieren. Sie tragen die Aggressor Imperative-Impregnierung. Das Radium in ihren Waffen bricht ihre Zellgewebe in fünfzehn Minuten auf; die Einsätze sind kurz und intensiv, das ist gewollt. Kommandostruktur: Alpha Primus, drei Alphas pro Manipel, zehn Skitarii pro Squad.
2. Kohorte: Die Aufseher (Tech-Priest Dominus Mortiss-Vel, Kommandant). Ein Manipel Prätorianer (80 Skitarii), ein Manipel Kastelan-Roboter unter zwei Datasmiths (4 Kampfroboter), ein Manipel Kataphron Breachers und Destroyers (45 Servitoren). Die Kohorte wird zu Brecher-Operationen entsandt, wo die teure Spezialisierung nötig ist. Mortiss-Vel befiehlt über gemischte Kampfgruppen; das ist unorthodox und funktioniert.
3. Kohorte: Schwester der Stille (Tech-Priest Dominus Serath-Mol, Kommandantin). ABWEICHUNG: Zwei Manipel statt drei. Der dritte Manipel — 80 Skitarii, Sicarian Infiltrators — wurde am 15.1 M36.8 auf dem Planeten Kar Dravin bei der Vergeltung gegen eine Genestealer-Brood-Coven völlig aufgerieben. Die Leichen konnten nicht gebunden werden (Kontamination durch Symbiontengift in den Geweben). Der Manipel existiert nur noch auf den Nachtragslisten. Serath-Mol befiehlt über zwei Infiltrator-Trupps und koordiniert die electro-priester Convocationen. Sie hat sich seit Kar Dravin nicht mehr zu einer vollständigen Drei gefordert — das ist eine Bitte, keine Anordnung, aber Magos Theologicus Vex-Kol-Serem hat sie nicht abgelehnt.
4. Kohorte: Die Eisenadern (Alpha Primus Keth-Val-Sarom, Kommandant). Ein Manipel Vanguard-Skitarii (120 Soldaten), ein Manipel Ironstriders und Sydonian Dragoons (12 Maschinen), ein Manipel Enginseer-Convocationen mit Servitor-Eskorte (18 Priester, 36 Servitoren, 3 Servo-Schädel). Diese Kohorte spezialisiert sich auf den Vormarsch und die Kontrolle von Stellungen nach Eroberung.
Gesamtaufstellung:
- Skitarii Prätorianer: 320
- Skitarii Ranger/Vanguard: 180
- Sicarian Infiltrators: 80
- Servitoren (Kataphron): 45
- Kastelan-Roboter: 4
- Ironstriders / Sydonian: 12
- Kriegsmaschinen (Onager, Skorpius): 6
- Enginseer + Servo-Diener: 54
- Elektro-Priester-Convocationen: 24
Die fehlenden 2.100 Einträge auf den Schwebelisten sind Ersatz, Reserve und Konvertierungs-Kohorten. Keine Titan Legion sitzt auf Estaban III. Die Forge World hat nie eine Collegia Titanica unterhalten — zu jung, zu beladen mit Schuldendienst, zu beschäftigt mit ihren Voidships.
4. DIE SKITARII
Die Skitarii von Estaban III werden auf drei Wegen rekrutiert: der jährliche Levy auf die Menialenbevölkerung (Quoten basierend auf Alter und körperlichem Zustand), die Zwangskonvertierung schwerverletzter Arbeiter aus den Hallen, und die Freiwilligen. Die Freiwilligen sind meist Nachkommen von früheren Skitarii — die Augmentation ist das einzige Aufstiegsweg für einen Menial, und wer das System überhaupt kennt, versucht, seine Kinder dorthin zu führen.
Die Corpus-Skitarii Konvertierung dauert sechzehn Tage. Ein Menial kommt mit zwei Beinen an; er geht mit zwei Prothesen hinaus oder gar nicht. Das linke Auge wird gegen ein Picto-Analysator ausgetauscht. Die Wirbelsäule wird mit Keramit-Schienen armiert. Die Lunge wird gegen eine Mehrfachlunge ersetzt. Der Arm wird durch einen Servoarm mit integriertem Waffenträger augmentiert. Ein Neural-Implantat verbindet den Kortex mit der Noosphäre. Wer überlebt, wird innerhalb von neun Tagen kampfbereit; wer nicht überlebt, wird ausgeschlachtet. Von hundert Kandidaten halten achtzig die Konvertierung durch. Von diesen achtzig sind sechzig kampftauglich. Von diesen sechzig haben fünfzig eine mittlere Kampfdauer von zwei bis drei Jahren, bevor die Augmentationen beginnen zu versagen oder der Ruf des Maschinengeistes zu laut wird.
Die Vindicor-Kappa-Delta setzt ausschließlich Prätorianer ein — mit drei Ausnahmen. Die Prätorianer sind schneller, aggressiver und dichter mit Radium-Toxinen geladen als ein Standard-Skitarius. Die Doctrine-Imperative, die sie erhalten, verstärkt die Aggression und dämpft das Schmerz-Register. Ein Prätorianer unter Aggressor-Befehl ist ein dreifach beschleunigtes Werkzeug. Er brennt aus in fünfzehn Minuten. Das ist nicht ein Fehler, das ist das Design.
Die 3. Kohorte fieldet auch Sicarian Infiltrators — spezialisiert auf die Eindringung und Zerstörung von Kommandostrukturen. Diese sind älter als die Prätorianer und Ziel der Genestealer-Kontamination auf Kar Dravin. Serath-Mol hat keinen Ersatz angefordert. Sie will Infiltrators oder nichts.
Die Ränge sind einfach: Der Skitarius ist eine Waffe ohne Rang. Der Alpha führt einen Squad von neun Soldaten. Der Alpha Primus führt drei Alphas und 27 Skitarii pro Manipel. Der Tech-Priest Dominus führt die Kohorte. Der Magos Theologicus Vex-Kol-Serem führt die Makroklade. Kein Kommissar, keine Moralisten. Das Doctrine-Imperative ist das Kommando.
5. WAS NICHT SKITARII IST
Die Battle Congregation der Vindicor-Kappa-Delta besteht aus vier Spezialisierungen, und keine antwortet dem Skitarii-Kommando.
Die Kataphron-Servitoren sind biomechanische Waffen, aufgebaut um einen menschlichen Kortex, der in Flüssigkeit gebadet ist. Ein Kathaphron Breacher trägt eine Volkiteflammer und eine Ätzschild-Maschine; ein Kathaphron Destroyer trägt zwei Volkite-Disintegrator-Waffen. Sie sind langsam, methodisch und fast unzerstörbar. Zwei Datasmiths von der Legio Cybernetica führen vier Kathaphronen pro Manipel. Die Datasmiths kommandieren, nicht die Tech-Priests.
Die Kastelan-Roboter der 2. Kohorte stehen unter Datasmith-Kontrolle. Vier Maschinen, jede groß wie ein Dreadnought, jede bewaffnet mit Phosphor-Blaster oder Superheated-Ejektor. Sie gehorchen über die Noosphäre. Sie können nicht geordert werden, nur angewiesen. Sie können nicht befördert werden, nur reaktiviert oder endgültig abgestellt.
Die Electro-Priester-Convocationen der 3. Kohorte sind eine eigene Geistlichkeit. Sie tragen Stimmulatoren und Magnetschleifer. Sie sind nicht verstärkt wie die Skitarii; sie sind umgewandelt wie die Servitoren, aber bewusst. Sie antworten auf das Aufsagen der Kantiklen des Omnissiah, nicht auf militärische Befehle. Sie wurden einer gewissen Kohorte zugewiesen, aber sie gehorchen ihrer eigenen Hierarchie.
Die Enginseer-Convocationen waren früher Skitarii oder Menials mit technischem Geschick. Sie wurden ausgewählt, um die Maschingeister zu untersuchen und zu reparieren. Sie tragen weniger Augmentation als die Skitarii, mehr Wissen. Sie kommandieren ihre eigenen Servo-Diener und Servo-Schädel. Ein Enginseer antwortet auf die Anfragen eines Tech-Priest Dominus, aber nicht bedingungslos. Ein defektes Werkzeug ist kostbarer als lebende Munition.
Die Ordo Reductor sitzt nicht auf Estaban III. Die Vindicor-Kappa-Delta erhält Bombardier-Aufträge, aber die Spezialisierung für Belagerung liegt außerhalb ihrer Makroklade. Das ist ein schwaches Punkt und bekannt.
6. DOCTRINA IMPERATIVES
Die Doctrina Imperatives sind algorithmische Befehle, die über die Noosphäre in die neuralen Implantate der Skitarii eingespeist werden. Die Aggressor Imperative ist das bevorzugte Protokoll der Vindicor-Kappa-Delta.
Unter der Aggressor Imperative schärfen sich die Reflexe um das Dreifache. Die Schmerzunterdrückung wird auf eine Schraffierung eingestellt, die nur noch Systemausfallmeldungen zulässt — echte Schmerzen registrieren nicht mehr als Warnsignale. Die motorische Impulsfrequenz steigt; ein Skitarius kann doppelt so schnell feuern. Das Gegenwicht: Die Zusammenhangsfähigkeit auf längere Sicht sinkt. Ein Prätorianer unter Aggressor kann fünfzehn Minuten als spezialisierte Tötungsmaschine funktionieren. Danach müssen die neuronalen Sekundärelemente heruntergefahren werden, oder es kommt zur Noosphären-Blockade. Ein Blockade-Fall führt zu zerebraleb Infakt innerhalb von siebzig Sekunden.
Das kostet. Ein durchschnittlicher Skitarius könnte fünf bis sechs Jahre lang ohne formale Wiederaufbauten funktionieren. Ein Prätorianer, der regelmäßig unter Aggressor Imperative entsandt wird, hält zwei Jahre. Die Reparaturquote ist vertraut kalkuliert — wenn die Makroklade alle drei Monate entsandt wird (das durchschnittliche Auftragsvolumen), fallen etwa 120 Skitarii pro Zyklus aus Reparaturschichten aus. Serath-Mol hat dagegen reklamiert. Magos Theologicus Vex-Kol-Serem hat die Reklamation abgelehnt. Die Schuld ist älter als die Makroklade.
Eine Erinnerung: M36.4, der Aufmarsch auf Kar Dravin. Das Aggressor-Signal wurde zu spät abgeschnitten. Vier Minuten zu spät. Neunzehn Skitarii der 2. Manipel der 3. Kohorte erlebten die volle Blockade und starben im Feld. Der Fehler lag beim Kommunikationstech, nicht beim Doctrina-Protokoll. Der Kommunikationstech wurde ausgetragen.
7. KRIEGSMASCHINEN
Die Vindicor-Kappa-Delta verfügt über 34 Kriegsmaschinen. Das ist eine schwache Panzerung für eine Makroklade dieser Stärke.
Onager Dunecrawler (6 Maschinen): Große sechsbeinige Aussteiger. Bewaffnet mit Eruptoren (Wärme) oder Gaußlasern (Antirüstung). Sie sind die Rückgrat. Alle sechs sind kampfbereit. Eine siebte existiert auf Papier; sie wurde bei der Säuberung von Kar Dravin beschädigt und wird derzeit für interne Teile ausgeschlachtet.
Ironstrider Ballistarius (12 Maschinen): Schnelle Jäger mit Ballistischen Laserkanonen oder Volkitlasern. Sie werden als Späher eingesetzt. Vier sind derzeit nicht einsatzbereit — zwei wegen Getriebefehler (seit M36.3 auf der Wartungsliste), zwei wegen fehlender Noosphären-Schnittstellen (die Ersatzteile sind für die Voidships prioritär).
Sydonian Dragoon (6 Maschinen): Schwer bewaffnete Einzelfahrzeuge mit Sulphurhound-Integration. Vier sind aktiv. Zwei sitzen in der Kaltlade mit beschädigten Antriebswickeln.
Skorpius Disintegrator (4 Maschinen): Träger mit Gaußwaffen. Alle vier sind kampfbereit.
Skorpius Dunerider (6 Maschinen): Transportpanzer. Drei sind als Kommandovehikel umgebaut.
Eine Thanatar-Automat existierte auf Estaban III; sie wurde 891.M31 zerstört, als die Welt retaken wurde. Eine neue wurde nicht gebaut. Die Welt verfügt nicht über die Ressourcen.
Es gibt kein Ordinatus auf dieser Welt.
Legio Praesentia, eine Titan Legion der Collegia Titanica mit zwei Warlord-Titanen und drei Reaver-Titanen, sitzt auf Estaban III und antwortet einem unabhängigen Princeps Seniorus. Die Legio hat ihre eigene Befehlskette und wird NICHT unter das Kommando der Vindicor-Kappa-Delta gestellt. Ein separates Abkommen regelt die gegenseitige Unterstützung in bestimmten Szenarien.
8. BENANNTE KILLCLADES
Ionid 5-Flux: Vanguard-Trupp, 2. Kohorte, 1. Manipel (12 Skitarii)
Ein reiner Vanguard-Squad unter Alpha Kess-Mirth. Der Name stammt aus einer älteren Sprache und bedeutet „die fünf, die zusammenhängen". Ionid 5-Flux wurde nicht benannt; der Name wurde ihnen gegeben — von Angehörigen einer feindlichen Kultistenbande auf dem Schiff Graal's Rand während einer anti-Häresie-Operation in M36.6. Die Kultisten hielten die Gruppe für eine zusammengeklebte Fehlfunktion. Der Name blieb. Der Squad ist bekannt dafür, dass sie unbeirrbar gemeinsam funktioniert — wenn ein Skitarius-Noosphären-Impuls ausfällt, kompensieren die anderen vier automatisch ohne Befehl. Das sollte unmöglich sein. Es funktioniert. Serath-Mol hat eine Untersuchung angefordert. Vex-Kol-Serem hat sie abgelehnt. Ein funktionierendes Werkzeug wird nicht analysiert.
Die Rostzerreißer: Sicarian Infiltrators-Killclade, 3. Kohorte, 2. Manipel (9 Skitarii)
Eine Infiltrator-Einheit unter Alpha Primus Valesh-Cor. Die Gruppe hat sich auf der Schmiedewelt Ryza bewährt und erhielt dort ihren Namen von den Ork-Kriegern Zagdakkas — aufgezeichnet in einer Vox-Nachricht, die aus einer Schlachtfeld-Bergung geborgen wurde. Rostzerreißer ist eine Übertragung aus dem orkischen Jargon. Die Einheit hat seitdem fünf weitere Einsätze absolviert. Sie sind spezialisiert auf die Infiltration von Kommandozentralen und die schnelle Dekortextualisierung von Zielstrukturen. Sie haben einen hohen Austauschverschleiß — nur zwei der ursprünglichen neun sind noch aktiv.
Deuteron-IV Prätorianer: Prätorianer-Manipel, 1. Kohorte, 3. Manipel (27 Skitarii)
Ein spezialisiertes Prätorianer-Manipel, das als direkte Reaktion auf die Devastation des Planeten Deuteron IV in M36.7 zusammengestellt wurde. Eine Genesetealer-Infektion war dort nicht erkannt worden, bevor eine ganze Siedlerkolonie kontaminiert wurde. Die Vindicor-Kappa-Delta wurde entsandt, um zu säubern. Das Manipel wurde zum Symbol dieser Operation. Es trägt den Namen des Planeten als Erinnerung und als Verlobung — kein Deuteron soll wieder fallen. Sie sind aggressiver als andere Prätorianer. Manche sagen, das liegt an der Kommandostruktur. Manche sagen, das ist Trauer, die als Effektivität codiert ist.
9. FELDZÜGE
Kampagne Erste: Säuberung von Kar Dravin
M36.4–M36.4, acht Wochen
Die Welt Kar Dravin hatte eine Genestealer-Brood-Coven entwickelt, die über einen halben Jahrhundert unbemerkt agierte. Die Inquisition erkannte das Problem, als bereits 40 % der Bevölkerung kontaminiert waren. Die Vindicor-Kappa-Delta wurde vom Forge World Grail unter sofortiger Darlehensvereinbarung entsandt — Grail schuldet Estaban III nun zwei Rückzahlungen des üblichen Zehnt. Der Einsatz war eine Vernichtungsoperation: alles Leben würde vom Planeten genommen, die Strukturen radioaktiv kontaminiert und die Ressourcen geplündert.
Die erste Welle ging gut. Die 1. und 2. Kohorte sicherten die Siedlungen südlich des Äquators und zerstörten die oberirdischen Nester mit Standard-Radium-Bombardement. Dann stieß die 3. Kohorte auf Untergrund-Tunnel-Komplexe. Die Infiltrators in den dritten Manipel (Sicarians) drangen zu tief ein. Sie fanden das Matriarchat — ein stark kontaminiertes Exemplar, das in Noosphären-Frequenzen operierte. Das Ding durchbrach die Verbindungen. Neunzehn Skitarii starben beim zerebalen Infakt. Ein ganzer Manipel, ausgetragen. Die Reste zogen sich zurück. Die Säuberung setzte fort mit Standard-Vernichtungsspreizern. Kar Dravin wurde gemäß Dekret verlassen.
Verluste: 19 Skitarii (zerebraler Infakt), 1 Manipel (ausgetragen), 1 Onager Dunecrawler (schwer beschädigt, später kanonisiert). Ergebnis: Kar Dravin gelöscht. Die Schulden wurden beglichen. Estaban III ist Grail gegenüber verschuldet.
Kampagne Zweite: Der Aufmarsch auf Kel-Vantor
M37.2–M37.3, vier Monate
Ein Piraten-Konglomerat hatte eine Schmiedewelt namens Kel-Vantor übernommen und plünderte ihre Produktionsanlagen. Der Orden der Silbernen Federn (ein Space-Marine-Orden) brauchte Unterstützung bei einer Belagerungsoperation. Estaban III entsandte die Vindicor-Kappa-Delta als Unterstützung — ein Schuldenausgleich, den der Orden bezahlen würde in Rohstoffen. Die Makroklade funktionierte als operative Sperrstellung und Angriffswelle.
Die Operation verlief technisch erfolgreich. Die Piraten wurden ausgelöscht. Der Orden der Silbernen Federn drang in die innere Burg ein. Aber die Belagerung zog sich länger hin als erwartet. Die Prätorianer der 1. Kohorte wurden unter Aggressor Imperative für sechzehn Tage kontinuierlich eingesetzt. Das war strategisch notwendig. Es war auch katastrophal für die Langfristigkeit. 67 Skitarii starben auf dem Feld. Weitere 34 erlebten Noosphären-Überlastung und kehrten beschädigt heim.
Die Orden der Silbernen Federn zahlte die vereinbarten Rohstoffe auf Zeit. Sie ist jetzt ein Schuldner Estaban III.
Verluste: 67 Skitarii, 34 beschädigt (1. Kohorte verlor 1 Manipel Effektivitätsgrade), 2 Ironstrider Ballistarii (beschädigt). Ergebnis: Kel-Vantor befreit, Orden verpflichtet.
Kampagne Dritte: Deuteron-Begleitoperation
M36.7–M36.8, sechzehn Wochen
Eine weit entfernte Siedlerkolonie auf Deuteron IV hatte keinen Kontakt mehr zur Terra-zentrierten Verwaltung. Eine Inquisitorial-Writ orderte Untersuchung an. Die Vindicor-Kappa-Delta wurde als Streitmacht entsandt. Sie fanden eine Welt, die fast vollständig von einer Genestealer-Infektion durchdrungen war — Generation 2 und 3 Hybriden, Cultists, Purebloods. Keine offensichtliche Matriarch-Struktur, aber tiefe Noosphären-Infiltration.
Die Operation war kein Belagerungskampf, sondern eine methodische Vernichtung. Die Makroklade zog sich in die Siedlungszonen zurück und führte Raum-für-Raum-Kammern durch, während die Bombardier-Teams die Untergrund-Tunnel kontaminierten. Die Operationen zogen sich über seize Wochen hin. Die 2. Kohorte spezialisierte sich auf die Zerstörung von Lagerstrukturen. Die 4. Kohorte kontrollierte die Stationen nach ihrer Säuberung.
Deuteron IV wurde letztendlich zur Totalverlustzone erklärt. Die gesamte Bevölkerung wird als erledigt eingetragen.
Verluste: 14 Skitarii (Gefechtsschäden), 1 Manipel Enginseer-Begleitung schwer beschädigt (Toxin-Kontamination), 3 Ironstrider, 2 Sydonian Dragoons. Ergebnis: Planet säubern, Cultistenstruktur gelöscht, Stand: unbekannt.
10. DESIGN-BIBEL
Skitarii-Livree: Carapax in dunklem Rot-Ocker (Estaban III Schmiederot), durchsetzt mit vertikalen Graphitstreifen. Kapuze oder Helm in Graumetall, ohne Verzierungen. Das linke Auge leuchtet orange-gelb (Picto-Analysator-Standard). Der rechte Oberarm trägt ein aufgemaltes weißes Zahnrad mit drei Zacken und darunter ein einzelner roter Punkt — das Zeichen einer Prätorianer-Einheit. Kein Stoff-Umhang; Keramit-Plattenpanzer mit sichtbarem Verkabelung an den Gelenken.
Rang- und Kohorten-Markierungen: Ein einzelner Alpha trägt eine weiße Binde um den rechten Oberschenkel. Ein Alpha Primus trägt zwei weiße Binden. Die Kohortennummern sind auf der Hüftplatte eingeprägt: I, II, III, IV in Binärcode (eins, zwei, vier, acht). Ein Manipel wird von der Positionierung in der Formation unterschieden, nicht von Farben — diese Truppen arbeiten in der Dunkelheit und kennen Kommunikation über Raster, nicht über Sichtlinien.
Augmentik-Stil der Priesterschaften: Grobe, vernietet konstruiert. Die Tech-Priests von Estaban III stammen aus der Rekonstruktions-Ära und haben keine Zeit für elegante Arbeiten. Ein Magos trägt Mechanogreifer, die an sichtbaren Titanbolzen aufgehängt sind. Sensorik ist funktional — Linsen, freiliegende Kupferkabel, Schutzbleche ohne Ornamentik. Kein Gold außer auf den kanonischen Schmuckstücken (Abzeichen des Ranges). Ein Enginseer trägt weniger Augmentation als die Skitarii, aber sichtbar älter — Schweißnähte, Dellen, Risse, die nicht immer repariert wurden.
Kogge-Device der Makroklade: Ein neunflügeliger Adler mit einem Zahnrad in der Brust, umschlossen von zwei konzentrischen Ringen. Das Äußere Ring ist unterbrochen mit den griechischen Buchstaben Κ (Kappa) und Δ (Delta). Die Farben sind Rot-Ocker (Hauptkörper) und Weiß (Linien und Zahnrad). Es wird auf der rechten Schulterplatte einer jeden Skitarius getragen. Auf den Kriegsmaschinen wird es dreifach vergrößert auf der Turret-Seite angebracht.
Kriegsmaschinen-Markierungen: Onagers tragen eine fünfstellige Fahrzeugnummer in Weiß auf der Rückseite: 1–04–001 (Kohorte-Manipel-Ordnung). Ironstrider tragen die gleiche Nummerierung auf der Flanke, kleiner. Sydonian Dragoons haben die Nummer auf dem Turret eingeprägt. Alle Fahrzeuge tragen das Makroklade-Zahnrad-Device auf mindestens zwei sichtbaren Seiten. Beschädigte Lackierungen werden NICHT nachgebessert, es sei denn, es ist ein Kampf-Einsatz-Fehler.
Drei Dinge, die immer korrodiert, lecken oder geflickt sind: Erstens: Die Keramit-Fugen an den Skitarii-Schulterplatten. Das Radium in der nächsten Luft korrodiert die Fugen schwarz. Keine Reparatur behebt das. Zweitens: Die Servo-Seals an den Onager-Beinen. Sie lecken Öl, das sich zu einer dicken schwarzen Kruste auf dem Untergrund absetzt. Die Wartung hält das bei zwei bis drei Litern Leckage pro Kampftag. Drittens: Der Vox-Mast auf Kommandofahrzeugen. Die Antenne ist verformt und verbogen, das Gehäuse hat Sprünge. Es funktioniert trotzdem.
Farbpalette:
- Rot-Ocker (Estaban-Schmiederot): Primäre Carapax-Farbe, dominiert auf 60 % der Oberfläche
- Graphit-Grau: Streifen und Vertiefungen, 25 % der Oberfläche
- Weiß: Abzeichen, Rang-Markierungen, Zahnrad-Device, 10 %
- Orange-Gelb: Pictor-Analysator-Optik, Notfall-Markierungen, 3 %
- Schwarz: Korrosions-Patina, Schatten, Öl-Flecken (kein Anstrich, sondern Degradation), 2 %
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